Mainzer Malteser bieten Betreuung für geflüchtete Ukrainer

Die Mainzer Malteser haben eine Beratungsstelle zur psychosozialen Betreuung ukrainischer Flüchtlinge gegründet. Vier Psychologen sollen sich in Zukunft um traumatisierte Frauen und Kinder kümmern.

Mainzer Malteser bieten Betreuung für geflüchtete Ukrainer

Die Mainzer Malteser haben eine Gruppe zur psychosozialen Betreuung und Beratung von Geflüchteten aus der Ukraine gegründet. Das gab Behrouz Asadi, Leiter des Malteser Migrationsbüros von Rheinland-Pfalz und Hessen bekannt. Die Gruppe besteht neben Asadi aus fünf weiteren Helfern, darunter vier Psychologen.

Traumatisierte Frauen und Kinder

Asadi war vor wenigen Tagen selbst an der polnisch-ukrainischen Grenze und konnte sich ein Bild von der Situation der Flüchtlinge machen. „Die Situation spitzt sich täglich zu und wird schlimmer.“ Man habe an der Grenze mit Flüchtlingen gesprochen, und viele der geflüchteten Frauen und Kinder seien von ihren Erlebnissen traumatisiert. „Die Gesichter zeigen deutlich die Trauer und Angst.“ Durch die Betreuung von Ortskräften aus Afghanistan hätten die Malteser bereits Erfahrung mit psychosozialer Betreuung gesammelt, so Asadi. Die Erfahrung wolle man jetzt nutzen, um mit den Ukrainern ins Gespräch zu kommen.

Die Beratungen finden jeweils Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 13 und 15 Uhr statt. Neben der seelischen Belastung wolle man sich auch um körperliche Erkrankungen und die Suche nach Wohnungen kümmern, so Asadi gegenüber Merkurist. Sechs Geflüchtete befänden sich bereits in Betreuung.

Das Angebot ist nur eines von vielen, die die Malteser koordinieren. Seit Beginn des Krieges sammeln sie gemeinsam mit anderen Mainzer Institutionen und Vereinen auch Sach- und Geldspenden (wir berichteten).

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