Flüge an die Grenze: Finther Piloten holen Ukrainer nach Mainz

Eine Piloten-Initiative startet ab Mittwoch Flüge vom Finther Flugplatz Richtung polnisch-ukrainische Grenze. Sie bringen Hilfsgüter hin und holen Flüchtlinge nach Mainz.

Flüge an die Grenze: Finther Piloten holen Ukrainer nach Mainz

Früh um 7:30 Uhr wird das erste Flugzeug vom Finther Flugplatz in Richtung Ukraine abheben. „Wir starten mit mindestens zwei Flugzeugen, eventuell wird es noch eine dritte Maschine geben“, erklärt Silke Hammer von der Initiative „Ukraine Air Rescue“ gegenüber Merkurist.

„Luftbrücke“ für Hilfsbedürftige

An Bord: vor allem medizinisches Material für die Menschen in der Ukraine. Die Ladung wird dann vor Ort an der polnisch-ukrainischen Grenze an Hilfsorganisationen und Hilfsbedürftige übergeben. Auf dem Rückflug werden dann mindestens sieben Personen mitgebracht. Unbegleitete und kranke Kinder sollen dabei vorrangig im Flugzeug Platz finden. „Sie werden dann in Ingelheim untergebracht“, so Hammer.

Ziel der „Luftbrücke“ sei es, benötigte Versorgungsgüter anzuliefern und schwache, geflüchtete Person nach Deutschland in Sicherheit zu bringen. Denn die Flüge benötigen weit weniger Zeit als der Weg über die Straßen: Lediglich eineinhalb bis fünf Stunden bis zur Grenze, je nach Flugzeugtyp. Von Finthen aus fliegen laut Silke Hammer am Mittwoch sowohl eine eine Cessna 208 als auch eine Beechcraft Bonanza 36. Die Piloten sind Freiwillige, sie können sich auf der Seite von Ukraine Air Rescue registrieren.

Auch wer nicht selbst fliegen kann, kann die Initiative fördern, zum Beispiel mit einer Spende, mit der etwa die Transportkosten und Versorgungsmaterialien finanziert werden. Unterstützen kann man auch mit einer Unterkunft oder durch die aktive Mitarbeit, etwa in der Organisation oder am Flughafen vor Ort. Auch medizinische Hilfsgüter werden benötigt.

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