So viel Mainz steckt in der Fußball-EM

24 Nationalmannschaften kämpfen derzeit bei der Europameisterschaft um den Titel. Mit dabei sind einige Spieler und Trainer mit Mainz-Bezug. Wir stellen sie euch vor.

So viel Mainz steckt in der Fußball-EM

In elf Städten wird seit vergangenem Freitag (11. Juni) die Fußball-Europameisterschaft 2020 (EM) ausgetragen. 2020? Richtig! Denn eigentlich hätte das Turnier schon im Vorjahr stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise musste die EM allerdings verschoben werden. Jetzt darf sogar vor einigen tausend Zuschauern (je nach Spielort) gespielt werden. Und das mit Beteiligung von aktuellen und ehemaligen Mainzern - nicht nur auf Spieler-Seite.

Ein Trainer bei diesem Turnier ist sogar in Mainz geboren und aufgewachsen: Österreichs Nationaltrainer Franco Foda. Er begann seine Spielerkarriere in der Jugend beim SV Weisenau. Über den Nachwuchs von Mainz 05 zog es Foda in den Achtzigerjahren zum FC Kaiserslautern. Später spielte der dreifache DFB-Pokalsieger in Deutschland unter anderem noch für Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart. Und gleich am dritten Turniertag gelang Fodas Österreichern ein historischer Erfolg: Mit dem 3:1 gegen Nordmazedonien konnte Österreichs Auswahl erstmals überhaupt ein EM-Endrundenspiel gewinnen.

Schock-Start für Ex-Mainz-Coach

Ganz anders verlief der EM-Auftakt für Dänemarks Nationalcoach Kasper Hjulmand. Er trainierte als Nachfolger von Thomas Tuchel Mainz 05 in der Saison 2014 / 2015, musste aber die 05er noch vor Saisonende wegen schwankender Leistungen wieder verlassen. Beim Auftaktspiel der dänischen Mannschaft gegen Finnland brach Hjulmands Spieler Christian Eriksen während des Spiels zusammen. Der Fußball-Star von Inter Mailand musste von Ärzten noch auf dem Platz wiederbelebt werden - und das vor einem Millionen-Publikum vor den Fernsehern sowie einigen Tausend geschockten Fans im Stadion. Das schnelle Eingreifen der Ärzte rettete dem 29-jährigen Eriksen wohl das Leben. Er ist inzwischen in einem stabilen Zustand und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Dass Hjulmands Dänen das anschließend fortgesetzte Spiel dann mit 0:1 verloren, geriet an diesem Abend völlig in den Hintergrund.

Ein EM-Spieler ist in Mainz geboren

Der FSV Mainz 05 schickt immerhin vier Spieler ins Turnier: Robin Quaison für Schweden, Karim Onisiwo für Österreich, Edimilson Fernandes für die Schweiz und Adam Szalai für Ungarn. DFB-Fans aufgepasst: Szalais Ungarn sind am 23. Juni dann der finale Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft. Jeremiah St. Juste (Niederlande) und Phillipp Mwene (Österreich) standen im Voraufgebot ihrer Mannschaften, schafften es allerdings nicht in die endgültigen Kader ihrer Nationalteams.

Ein Spieler bei dieser EM-Endrunde ist sogar in Mainz geboren: der Kroate Mario Pasalic. Im Kindesalter verließen Pasalic und seine Familie Deutschland jedoch wieder. Von Kroatien aus hat der Mittelfeldspieler es bis in die Nationalmannschaft seines Landes gebracht. Beim EM-Auftakt der Kroaten gegen England wurde er kurz vor Spielschluss eingewechselt - die 0:1-Niederlage seines Teams konnte jedoch auch der gebürtige Mainzer nicht mehr verhindern.

Übrigens: Auch Deutschlands Nationalverteidiger Mats Hummels hat eine Mainzer Vergangenheit. Als sein Papa Hermann Hummels Mitte der Neunzigerjahre die 05er trainierte, war der kleine Mats nicht selten mit beim Training der Profis um Jürgen Klopp dabei. Die Hummels wohnten damals in Finthen. Und auch bei Franco Fodas Österreichern spielt ein Ex-05er: Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt. Er kickte in der Jugend für den FSV, als sein Vater Herbert Ilsanker noch als Torwart im Profikader des FSV stand.

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