Mainz nimmt die ersten festen Blitzer in Betrieb

Die mobilen Blitzer in Mainz bekommen Verstärkung: Am Montag hat die Stadt die ersten festinstallierten Anlagen in Betrieb genommen.

Mainz nimmt die ersten festen Blitzer in Betrieb

Mit der Inbetriebnahme der ersten drei von insgesamt sechs „Red and Speed“-Ampelanlagen im Stadtgebiet hat am Montag ein neues Blitzer-Zeitalter in Mainz begonnen. Diese Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht allein Rotlichtverstöße von Fahrzeugen festhalten, sondern zugleich auch bei überhöhter Geschwindigkeit auslösen. Am Standort Ecke Alicenstraße/Augustusstraße nahe der Kupferbergterrasse präsentierte Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) am Vormittag die erste Blitzer-Säule.

So blitzt die Anlage, die seit 10 Uhr scharfgestellt ist, auf den zwei Spuren stadteinwärts. Die Technik, die dabei zum Einsatz kommt, sei „Champions League“-Niveau, die Bildqualität sehr gut, sagt ein Mitarbeiter der Herstellerfirma Vitronic. Das Unternehmen aus Wiesbaden liefert der Stadt Mainz auch die Technik für die fünf weiteren „Red an Speed“-Anlagen. Davon werden allerdings immer nur drei Säulen gleichzeitig in Betrieb sein. Denn die insgesamt drei Kameras werden ständig auf die anderen Geräte verteilt. Aktuell sind auch noch die Blitzer an der Kreuzung Koblenzer-/Mainzer Straße in Gonsenheim sowie in Mombach an der Kreuzstraße in Höhe Am Stollhenn in Betrieb gegangen.

Blitzer keine Geldeinnahmequelle

Eine Drohung für die Autofahrer sollen die Blitzer nicht sein, wie Steinkrüger sagt, sondern eher ein Hinweis, die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten. Die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, habe nach wie vor oberste Priorität. Als Geldeinnahmequelle seien die Anlagen nicht zu sehen, so Steinkrüger. So war die Überwachung der Tempolimits in Mainz für die Stadt zumindest zuletzt ein Minus-Geschäft (wir berichteten).

Für die neuen Anlagen habe die Stadt rund 1,2 Millionen Euro investiert. „Dazu zählen Installation und Wartung, Personalkosten kommen noch einmal oben drauf“, sagt Steinkrüger. Man rechne aber damit, dass sich die Anlagen in Zukunft selbst tragen und mit Einnahmen von rund 2,6 Millionen Euro. Sollte schnell ein Lerneffekt bei den Autofahrern eintreten, könne es natürlich sein, dass die Einnahmen auch sinken. Übrigens: Die meisten Blitzer-Anlagen, die die Firma Vitronic verkauft, sind nicht in Deutschland im Einsatz. Die meisten Geräte würden nach Saudi-Arabien exportiert, wie der Mitarbeiter des Wiesbadener Unternehmens erklärt.

Weitere Anlagen

Die Anlagen befinden sich an der Kreuzung Augustusstraße/Kupferberg, an der Kreuzung Mainzer Straße/Koblenzer Straße, an der Fußgängerschutzanlage Kreuzstraße (Am Stollhenn), an der Kreuzung Kaiserstraße/Rheinallee/Peter-Altmeier-Allee, an der Kreuzung An der Goldgrube/Neumannstraße/Ebersheimer Weg sowie an der Kreuzung Am Judensand/Am Fort Gonsenheim.

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