Hofläden in Mainz: Hier könnt ihr direkt beim Erzeuger einkaufen

Vom Feld direkt in die Küche: Immer mehr Mainzer kaufen ihre Lebensmittel in einem Hofladen der Mainzer Stadtteile. Auswahl gibt es genug: Mehr als 20 landwirtschaftliche Betriebe verkaufen ihre Waren ab Hof. Wir geben euch eine Übersicht.

Hofläden in Mainz: Hier könnt ihr direkt beim Erzeuger einkaufen

Kurze Transportwege, das Gespräch mit den Erzeugern und einfach das Wissen, wo das Essen herkommt: Die Zahl der Menschen, die direkt beim Erzeuger oder in Hofläden einkaufen, steigt stetig. Laut Statista waren es im vergangenen Jahr 16 Millionen Deutsche, vier Jahre zuvor noch 1,5 Millionen weniger. So auch in Mainz, wo es eine große Dichte an Hofläden gibt: Mehr als 20 landwirtschaftliche Betriebe verkaufen ihre Waren direkt - und erhalten zunehmend Zulauf.

„Es gibt allgemein einen Trend, frische Lebensmittel direkt beim Erzeuger einzukaufen“, sagt Anja Nickolaus. Ihre Familie betreibt seit rund vier Jahren den Obsthof Nickolaus in Drais. Auch die Corona-Pandemie hat ihre Auswirkungen, vor allem auf das Einkaufsverhalten: „Es wird bewusster und vorausschauender eingekauft, was automatisch bedeutet, dass der Umsatz pro Kunde etwas höher geworden ist“, hat die Landwirtin festgestellt. Mehr Menschen kochen zu Hause, viele Kunden schätzen zudem die Ruhe beim Einkaufen und die direkte Beratung. „In einem Hofladen findet man immer mal individuelle Lösungen.“ So können Waren auch vorbestellt und Wünsche geäußert werden - der Kontakt ist persönlicher.

Im Draiser Obsthof können Kunden mehrere Sorten Äpfel, Birnen, Aprikosen und Pfirsiche aus eigenem Anbau kaufen. Zusätzlich gibt es eine große Auswahl an Produkten aus der näheren Umgebung. Neben Obst- und Gemüsesorten liegen Backwaren aus Finthen, Käse, Milch, Nudeln und Eier aus der Region, Eis aus der Neustadt und Getränke aus Rheinhessen bereit. „Die Zusammenarbeit mit den regionalen Betrieben macht die Vielfalt an Produkten im Laden letztendlich aus“, sagt Anja Nickolaus. „Indem man Vieles an einem solchen Marktplatz zusammenführt, profitieren alle davon. Und die Kunden nehmen es gerne an.“

Auch zum Johanneshof Bender in Bretzenheim kommen mehr Kunden: „Wir arbeiten schon längere Zeit mit erhöhtem Personal im Hofladenverkauf“, so Johannes Bender. Im 1992 gegründeten Naturkostladen der Familie gibt es Obst, Gemüse und verschiedene Getreidesorten. Daneben bietet Bender Milchprodukte, Öle und Bio-Brote an. „Wir freuen uns, dass der ökologische Anbau zunehmend akzeptiert wird“, sagt Bender und fügt hinzu, wie viel Arbeit das aktuell bedeutet: „In meiner umfangreichen Landwirtschaft mit vielen Kulturen gibt es gerade keinen Sonn-und Feiertag.“ Auch hier können Waren bestellt und abgeholt werden, um den Einkauf schneller abwickeln zu können.

Welche Hofläden gibt es noch in Mainz?

  • Zwischen Obst- und Gemüsefeldern gelegen, kann Finthen eine ganze Reihe an Hofläden vorweisen. Bei Weil’s Bauernladen etwa werden die Früchte frisch verkauft und verarbeitet – und damit haltbar gemacht: zu Aufstrichen, Chutneys, Säften und Seccos.

  • Im Winzerort Ebersheim bietet das Weingut Eckert ein besonders breites Sortiment. Denn neben seinen Flaschenweinen, Sekten und Seccos gibt es im Hofladen zum Beispiel Obst und Gemüse, Backwaren aus Hechtsheim sowie Marmeladen aus eigener Herstellung.

  • Wer den Pankratiushof in Hechtsheim besucht, bekommt selbst gebackenes Brot, Fruchtaufstriche, gefüllte Pasta und Frischkäse. Ebenso finden sich Kaffee und saisonales Obst und Gemüse in den Auslagen. An drei Tagen pro Woche bietet der Pankratiushof zudem einen Lieferservice an.

  • Der Katharinenhof hat im Lerchenberger Einkaufszentrum sein „Obst- und Gemüselädchen“. Hier gibt es außerdem Weine aus der Region, Honig, Fruchtaufstriche und Wurst. Während der Erntesaison hat der Katharinenhof zudem einen Stand am Draiser Ortsrand.

  • Erdbeeren, Spargel, Rhabarber, Salate und Kräuter aus der Region bekommt ihr in Marienborn im Obsthof Appel Happel aktuell. Obst und Gemüse sind saisonal und regional, immer im Angebot sind etwa Äpfel, Naturkostprodukte, Getreide, Wurst. Brot und Kuchen gibt es zum Wochenende, montags werden Boxen ausgeliefert. Für den Spätsommer sind zudem einige Events geplant.

  • Ein Hofladen, der bis zur Haustür kommt, ist die Frischepost. Die zumeist aus der Region stammenden Produkte umfassen Obst und Gemüse, Milchprodukte, Backwaren, Fleisch, Fisch und Haltbares. Den Lieferzeitpunkt kann man selbst auswählen, bestellt wird per Klick im Online-Shop.

Eine vollständige Liste aller Mainzer Hofläden findet ihr hier.

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