Diese Mainzer Gastronomien haben jetzt endgültig geschlossen

In der Mainzer Gastronomie ist derzeit viel los. Einige Gastronomien haben für immer geschlossen, andere werden bald nachziehen. Wir geben euch einen Überblick.

Diese Mainzer Gastronomien haben jetzt endgültig geschlossen

Gleich mehrere Traditionslokale haben in den vergangenen Wochen ihr Aus bekannt gegeben. Einige von ihnen sind bereits für immer geschlossen, andere werden bald folgen. Wir haben die wichtigsten Schließungen für euch zusammengefasst.

Piccola Salumeria Stella

Antipasti, frisch belegte Panini und eine freundliche Atmosphäre: Schon seit zehn Jahren prägt der Feinkostladen „Piccola Salumeria Stella“ die Mainzer Leichhofstraße. Und das so erfolgreich, dass Inhaber Drazen Mihaljevic im vergangenen Jahr eine zweite, größere Filiale am Mainzer Markt eröffnete. Nun musste er den ursprünglichen Standort in der Leichhofstraße aufgeben. Am 1. Januar 2023 soll dort ein neues Geschäft eröffnen. „Wir haben einfach nicht genug Personal für zwei Geschäfte“, sagte Mihaljevic gegenüber Merkurist.

Bengal Tandoori / Domo

Im Mainzer Bleichenviertel ändert sich gerade einiges – und das auf sehr kleinem Raum. Das erste Mainzer Sushi-Lokal „Domo“ in der Mittleren Bleiche, das 1998 eröffnet wurde, ist seit Ende August geschlossen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das Restaurant vom Ehepaar Han geführt. Doch damit ist das „Domo“ noch lange nicht Geschichte. Bekannte der Familie Han übernehmen den Namen des Restaurants – und eröffnen es direkt nebenan wieder. Dort hatte sich zuvor das „Bengal Tandoori“ befunden, das nun geschlossen ist.

Die Kugel

Anfang Oktober war Schluss: Nach 14 Jahren als Betreiber gab Gerold Lotz die Kultkneipe „Die Kugel“ auf. „Ich bin froh, dass ich mich nun erst mal erholen kann“, sagte Lotz gegenüber Merkurist. Am letzten Wochenende verkaufte der „Kugel“-Wirt zunächst noch einmal Getränke zum sehr günstigen Preis und später auch sein Inventar. Ein Nachfolger soll bereits gefunden sein.

Heinrich’s

„Betriebsferien vom 1.1. bis 31.12.“ – dieses Schild am „Heinrich‘s“ in der Martinsstraße warf Fragen auf. „In der Tat ist dieser Aushang ungewöhnlich, aber ich habe außergewöhnlich viele kreative Stammgäste“, erklärt der Betreiber des Restaurants, Wilfried Heinrich Nestle, gegenüber Merkurist. Die Gestaltung des Schilds hat einen konkreten Grund: „Im zarten Alter von 69 erlaube ich mir, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen“, so Nestle. „Ich lasse eine sehr erfolgreiche und schöne Ära hinter mir.“ 13 Jahre bestand es an der Ecke Kästrich und Martinsstraße, zwischen Gaustraße und Kupferbergterrassen. Das Essen war traditionell und kreativ, dazu gab es eine große Weinauswahl.

7Grad

Ebenfalls bereits geschlossen hat das „7Grad“ am Mainzer Zollhafen – und das nach 14 Jahren. „Wir mussten wegen des, wie aktuell in vielen Berufszweigen, anhaltenden Personalmangels zum ersten August schließen“, erklärte Inhaber Nidal Abu-Shamá gegenüber Merkurist. Seit Ende März dieses Jahres habe man händeringend zwei bis drei Köche gesucht. „Leider hat sich trotz einiger Anzeigen und Aushänge niemand finden können. Es gab ein paar Bewerber, diese passten aber leider nicht zu uns.“ Hinzugekommen sei die Baustelle an der Rheinallee. Für die Nachfolge gebe es schon einige Interessenten.

Caleo

Noch bevor die Folge mit dem Mainzer Restaurant „Caleo“ bei „Mein Lokal, dein Lokal“ auf Kabel 1 zu sehen war, hatte die Gaststätte in der Mainzer Altstadt bereits dauerhaft geschlossen. Das Restaurant mit den teilweise exotischen Speisen, wie zum Beispiel Krokodilsteak und Bisonbratwurst, eröffnete erst im vergangenen Jahr mitten in der Pandemie. Eineinhalb Jahre später, im September 2022, kam nun das Aus. Zum TV-Abschied gab es dann noch Kritik von Star-Koch Mike Süsser.

Hanoi (schließt Ende des Monats)

Vor 19 Jahren eröffnete er das vietnamesische Restaurant „Hanoi“ in der Leibnizstraße. Doch Ende des Monats wird das Restaurant schließen. Wie Inhaber Hong Trung Dinh gegenüber Merkurist erklärte, habe der Eigentümer vor kurzem den Mietvertrag aufgehoben. Weitere Details wollte Dinh nicht erzählen, um das Verhältnis nicht zu belasten.

Doch es gibt Hoffnung: Denn ganz ausschließen will Dinh eine Neueröffnung an anderer Stelle nicht – auch wenn für Gastronomen angesichts steigender Gas- und Energiekosten eine schwere Zeit anbrechen wird. Für den „Hanoi“-Chef gibt es vor allem eine Bedingung: „Wir sind fest mit der Mainzer Neustadt verbunden. Wir können uns nur hier eine Zukunft vorstellen.“

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