Biontech-Gründer: „Normales Leben ab Spätsommer“

Uğur Şahin in Interviews mit „Spiegel“ und „Bild“ optimistisch

Biontech-Gründer: „Normales Leben ab Spätsommer“

Biontech-Gründer Uğur Şahin zeigt sich in zwei aktuellen Interviews, die am Freitag online gegangen sind, optimistisch. Gegenüber dem „Spiegel“ sagte der Mainzer Unternehmer mit Blick auf die Corona-Pandemie: „Bis zum Spätsommer sollten wir die Pandemie deutlich besser unter Kontrolle haben, wenn sich genügend Menschen impfen lassen.“ Unter Kontrolle bedeute nicht, dass es keine Infektionen mehr gibt. „Aber, dass wir ein normales Leben haben können“, so Şahin.

Eine israelische Studie legt nahe, dass der Biontech-Impfstoff nicht nur vor der Krankheit schützt, sondern auch das Risiko einer Übertragung des Virus verringert. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung sagte Şahin dazu: „Das ist großartig, diese Daten haben uns bislang gefehlt.“ Der Impfschutz sei eine Woche nach der zweiten Impfung voll ausgebildet. Wie lange der Impfschutz anhalte, wisse man noch nicht. Aber: „Sobald ausreichend Menschen geimpft sind, haben wir alle Karten in der Hand, die Pandemie zu kontrollieren.“

„Bei der Produktion leben wir gerade von der Hand in den Mund“

Wie oft man sich in Zukunft gegen Corona impfen lassen müsse, hänge vom Ziel ab. „Wenn wir wollen, dass sich das Virus in Zukunft schwerer ausbreiten kann und wir Infektionen verringern wollen, muss die Impfung häufiger, vielleicht alle ein bis anderthalb Jahre aufgefrischt werden“, so der Mainzer gegenüber der „Bild“. „Wenn es uns nur um das Verringern der schweren Krankheitsverläufe geht, könnte man sich wahrscheinlich mehr Zeit zwischen den Impfungen lassen. Auch dazu werden wir im Laufe des Jahres Genaueres wissen.“

Die geplante Lieferung von 40,2 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff nach Deutschland, die für das zweite Quartal 2021 geplant ist, kann Şahin noch nicht garantieren. Gegenüber der „Bild“ sagte er: „Bei der Produktion des Impfstoffs läuft zum Glück alles rund, wir haben keine Komplikationen. Doch es bleibt dabei: Bei der Produktion leben wir gerade von der Hand in den Mund, es dürfen jetzt keine Probleme auftreten.“

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