Mainzer Gastronom ruft bei Luke Mockridge an

In der Corona-Krise spricht TV-Star Luke Mockridge mit „Helden des Alltags“. Einer von ihnen, ein Mainzer Gastronom, rief am Mittwoch in Mockridges Sendung an.

Mainzer Gastronom ruft bei Luke Mockridge an

Deutschland bleibt während der Corona-Krise zuhause – und das gilt auch für TV-Star Luke Mockridge. Seit Anfang der Woche moderiert er bei Sat.1 wegen der Covid-19-Pandemie die tägliche Live-Show „Luke, allein zuhaus“. Dort begrüßt er prominente Gäste, telefoniert aber auch mit „Helden des Alltags“. Einer von ihnen rief Mockridge in der Live-Show am Mittwoch an: der Mainzer Gastronom Kamil Ivecen (44).

Mit seinen beiden Brüdern betreibt Ivecen drei Gastronomien in Mainz: das „Le Bonbon“, das „Hintz und Kuntz“ und den Biergarten „F. Minthe“. Am Telefon schilderte er die Probleme, die Gastronomen in Mainz und im ganzen Land haben. „Wir hatten 18 Festangestellte, mussten jetzt acht von ihnen kündigen – weil uns nichts anderes übrig blieb“, so Ivecen. Derzeit müssen in Deutschland alle Gastronomien geschlossen bleiben, abgesehen vom To-go-Geschäft, Drive-in-Schaltern und Lieferdiensten.

„Wir befürchten, dass die Hilfen zu spät kommen“

Deshalb haben die Ivecen-Brüder jetzt einen Lieferservice aufgebaut. „Das ist für uns etwas absolut Neues, aber wir wollen nicht stehenbleiben.“ Zudem habe man mit 40 Gastronomen eine Initiative gegründet und einen offenen Brief verfasst (Merkurist berichtete). „Wir merken, es fruchtet gerade. Heute kam eine Mail vom Spitzenverband der Kassenverbände, die uns die Sozialversicherungsbeiträge für März und April stunden werden.“

Showgast Dr. Eckart von Hirschhausen machte einen weiteren Vorschlag: „Es wird die nächsten Wochen immer stressiger werden für die Pflegekräfte. Wenn die dann nicht mehr kochen müssten, sondern etwas kriegen könnten – vielleicht wäre da eine Zusammenarbeit möglich.“ In Mainz gibt es ein solches Projekt bereits: Kochen für Helden.

Doch die Probleme für Gastronomen bleiben: „Wir haben laufende Kosten wie Pacht und Personal. Wir machen uns große existenzielle Sorgen“, so Ivecen. Zwar begrüße man die Maßnahmen, die in Land und Bund getroffen wurden. „Aber wir befürchten, dass die Hilfen zu spät kommen und dass wir es bis zu den Auszahlungen nicht durchhalten werden.“ (pk)

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