„Die Höhle der Löwen“: Investor macht Witz über Mainzer Produkt

Einen strategischen Partner finden, der ihr Produkt weiter nach vorne bringt – das wollten drei Mainzer Unternehmer in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“. Die Idee des Start-ups „Standsome“ kam bei den Inverstoren schon einmal gut an.

„Die Höhle der Löwen“: Investor macht Witz über Mainzer Produkt

Großer Auftritt für die Mainzer Unternehmer Leonard Beck (30), Dennis Albert (43) und Johanna Dicks (25) in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Am Montagabend präsentierten die drei verschiedene Modelle ihres Produkts „Standsome“ – einem Holz-Schreibtischaufsatz, an dem man im Stehen arbeiten kann. Bereits 16.000 Kunden konnten die Mainzer vorweisen, was die fünf prominenten Investoren um Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg sehr beeindruckte. Doch reichte das am Ende auch, um den großen erhofften Deal einzufädeln?

Kritikpunkt Design

Insgesamt 400.000 Euro für 15 Prozent ihrer Firmenanteile boten die Mainzer den „Löwen“ an. Diese waren zunächst aber ratlos, was sie überhaupt dafür bekommen sollten. Denn bevor die drei Jungunternehmer die Bühne betraten, waren die Stehpulte verhüllt. Erst nachdem der „Vorhang“ gefallen war, die Pulte zum Vorschein kamen und die Mainzer erklärten, um was es sich bei „Standsome“ handelt, verstanden die Investoren, um was es ging.

Sofort testete dann Nico Rosberg die Stehpulte und war von der Idee begeistert. Allerdings fand er das Design nicht ganz ansprechend. In die gleiche Richtung ging dann die Kritik von Investor Carsten Maschmeyer: „Es sieht so aus, als hättet ihr einen Gartenstuhl auf den Tisch gestellt. Also ihr habt ein cooles Produkt, aber es sieht nicht cool aus.“ Funktionalität, Nachhaltigkeit und den bisherigen Umsatz von „Standsome“ fand Maschmeyer allerdings „super“. Doch die Firmenbewertung fand er insgesamt zu risikoreich, weshalb er nicht als Inverstor in Erscheinung treten wollte.

Schließlich erkundigte sich Investor Ralf Dümmel über die Produktionskosten. Dabei kam heraus, dass für das größte Stehpult bei einem Kaufpreis von 300 Euro ganze 100 Euro Produktionskosten zu Buche schlugen, was Dümmel Kopfzerbrechen bereitete. Als er dann noch erfuhr, dass das Holz für die Stehpulte noch aus Russland, bald aber aus Finnland kommen sollte, trat er sofort auf die Euphoriebremse. Denn auf dem Möbelmarkt werde es eine große Materialkrise geben, was dann dementsprechend auch die Preise nach oben treiben werde, so Dümmels Urteil. „Das wird ganz brutal.“ Deshalb verabschiedete sich der Geschäftsmann als Geldgeber und zog sich ebenfalls zurück.

Auch Nico Rosberg, der das Produkt grundsätzlich lobte und sich ein Exemplar auch auf seinem eigenen Schreibtisch vorstellen konnte, zeigte den drei Investoren die „rote Flagge“. Ihn schreckten ebenfalls die zu erwartenden künftigen hohen Materialkosten ab. Nun konzentrierten sich die Hoffnungen der drei Mainzer noch auf die verbliebenen zwei „Löwinnen“ Dagmar Wöhrl und Judith Williams. Letztere bewertete das Produkt als „sehr sinnvoll“. Dann folgte jedoch ihr großes „Aber“: „Ob es nun wirklich das Potenzial hat, was ihr ihm zurechnet, da bin ich nicht zu 100 Prozent überzeugt.“ Und aus diesen genannten Gründe sei sie „raus“ aus dem Deal. Schließlich bekamen die Mainzer auch noch von Wöhrl den letzten Nackenschlag. Zwar „schlugen in ihrer Brust zwei Herzen“ für „Standsome“, doch letztlich lehnte auch sie ab.

Somit gingen die drei Mainzer Unternehmer also komplett leer aus. „Schade, wir hatten uns natürlich mehr erhofft“, sagte Leonard Beck. Doch Johanna Dicks richtete sofort den Blick nach vorne: „Wir werden aber weitermachen und sind weiterhin fest davon überzeugt, dass es Kunden gibt, die genau nach so einer Lösung suchen.“

Die komplette Folge mit den Mainzern ist auf dem Streamingportal RTL+ abrufbar.

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