Strenge Auflagen für Clubs bleiben bestehen

Eigentlich dürfen Clubs seit vergangenem Freitag wieder öffnen. Doch Mainzer Clubs bleiben weiter geschlossen. Der Grund: Die strengen Maßnahmen sind für sie nicht umsetzbar. Das sagt das Land zu der Kritik.

Strenge Auflagen für Clubs bleiben bestehen

Maskenpflicht auf der Tanzfläche, Einlassbeschränkung auf eine Person pro fünf Quadratmeter, Luftfilteranlage und Testpflicht: Diese Auflagen waren vielen Clubbetreibern zu viel. Eigentlich hätten sie am Freitag nach mehr als einem Jahr wieder öffnen dürfen, doch stattdessen blieben die Clubs in Mainz geschlossen. „Da verliert man die Lust, aufzumachen“, sagte Matteo Bellini, Besitzer des „Bellini“-Clubs gegenüber Merkurist (wir berichteten).

Weder das „Bellini“ noch das „Red Cat“, das „Caveau“ oder die „Dorett“-Bar öffneten am vergangenen Wochenende. Auch das „Schon Schön“ bleibt weiter im Barbetrieb. Gerade für kleinere Clubs wiegt die Fünf-Quadratmeter-Regel schwer. Auf 200 Quadratmetern dürften sich gerade einmal 40 Personen aufhalten. Dazu müssten sie im Sommer eine Maske auf der Tanzfläche tragen. Und das alles, obwohl ohnehin nur Geimpfte, Genesene und Getestete in den Club dürfen. Könnten die Regeln bald gelockert werden?

„Von weiterer Entwicklung der Pandemie abhängig“

Eine Sprecherin der Staatskanzlei teilt auf Merkurist-Anfrage mit: „Wie im gesamten Verlauf der Pandemie geht die Landesregierung auch bei den aktuellen Lockerungsschritten mutig, aber nicht übermütig vor.“ Die am Freitag in Kraft getretenen Lockerungen seien „weitreichend und ermöglichen auch der Club- und Discothekenszene die Wiedereröffnung“.

Dabei achte man angesichts der pandemischen Lage und der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante auf gewisse Schutzmaßnahmen. „Wann auf diese noch weiter verzichtet werden kann, ist von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig“, so die Sprecherin. „Wie bisher werden wir alle weiteren Schritte vom aktuellen und prognostiziertem Verlauf abhängig machen.“ Die Rheinland-Pfälzer hätten es durch große Disziplin in langen und für viele harten Monaten des Lockdowns geschafft, dass die Inzidenzen sinken und man den Sommer genießen könne. „Das dürfen wir nicht gefährden.“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte zudem, dass die Cluböffnung ein „ganz wichtiges Signal an die jungen Menschen“ sei. Wenn allerdings sämtliche Clubs zubleiben, dürfte das Signal nicht wirklich ankommen.

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