Die Mainzer Polizei wird mit sogenannten Seelentröster-Teddys ausgestattet. Wie das Innenministerium bei der Vorstellung des Projekts in Mainz mitteilt, sollen die Plüschtiere Kindern bei Verkehrsunfällen, Gewalterfahrungen oder anderen Notlagen Trost und Halt geben. Demnach sollen bald in allen 375 Funkstreifenwagen der Polizei in Rheinland-Pfalz drei Teddys mitfahren.
„Unsere Polizistinnen und Polizisten treffen im Einsatz immer wieder auf Kinder, die gerade etwas Schlimmes erlebt haben. Ein Seelentröster kann ihnen in einem solchen Moment etwas zum Festhalten geben, Vertrauen schaffen und die Situation ein kleines Stück leichter machen“, so Innenminister Achim Schwickert.
Die Idee für das Projekt stammt aus der Bachelorarbeit von Kim und Kevin Zorn an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit dem Polizeiseelsorger Hubertus Kesselheim wurde die Idee weiterentwickelt.
Positive Erfahrungen aus Pilotprojekt
Im Herbst 2023 startete dann zunächst ein Pilotprojekt im Raum Koblenz. Dort kamen die Teddys unter anderem bei Fällen von häuslicher Gewalt, bei Vermisstenfällen, sexuellen Übergriffen und schweren Verkehrsunfällen zum Einsatz.
„Die Erfahrungen aus Koblenz zeigen, dass die Seelentröster einen echten Einsatzwert haben. Sie können unseren Kolleginnen und Kollegen dabei helfen, Zugang zu Kindern zu finden und ihnen in einer Ausnahmesituation ein Stück Sicherheit zu geben“, so Schwickert. Die Polizeibeamten vor Ort würden je nach Situation entscheiden, ob sie einen Teddy ausgeben.
Mehr als 1100 Teddys pro Jahr
Jährlich sollen mehr als 1100 Exemplare über die Deutsche Teddy-Stiftung beschafft werden. Die Stiftung Kriminalprävention stellt die finanziellen Mittel für die Jahre 2026 und 2027 zur Verfügung.
„Gerade wenn Kinder betroffen sind, braucht gute Polizeiarbeit neben Professionalität auch Einfühlungsvermögen. Genau das gehört für mich zu einer modernen und bürgernahen Polizei“, so Schwickert.