Wasserknappheit: Wie ist die Situation in Mainz?

In mehreren deutschen Regionen wird während der anhaltenden Trocken- und Hitzeperiode das Wasser knapp. Die Folge: Einschränkungen für Bürger. Ganz so weit ist es in Mainz noch nicht - doch auch hier sind die Netze gut ausgelastet.

Wasserknappheit: Wie ist die Situation in Mainz?

Die Gärten bleiben trocken, die Planschbecken leer: So sieht es aktuell in der Verbandsgemeinde Rheinböllen-Simmern, rund 50 Kilometer von Mainz entfernt, aus. Denn dort wird das Trinkwasser langsam knapp. „Die sonst üblichen Niederschläge in der vegetationslosen Zeit zum nachhaltigen Befüllen der Grundwasserspeicher und Brunnen sind in den letzten drei Jahren ausgeblieben“, schreibt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Damit die Grundversorgung weiterhin gesichert bleibt, dürfen nun weder Pools und Planschbecken befüllt noch Grünflächen und Blumenbeete bewässert werden — einzige Ausnahme sind reine Nutzgärten, also beispielsweise Gemüsebeete.

„Der Appell gilt auch weiterhin.“ - Michael Theurer, Sprecher Mainzer Netze

Wie in Rheinböllen-Simmern sieht es auch in einigen anderen deutschen Regionen aus. In zwei Gemeinden im Hochtaunuskreis wurde vor kurzem der Trinkwassernotstand ausgerufen. Zwar kein Verbot, aber dafür einen Aufruf zum Wassersparen hat die Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwald veröffentlicht. Und in Mainz? „Wir appellieren immer an die Bürger, Wasser nicht zu verschwenden und der Appell gilt auch weiterhin“, erklärt Michael Theurer, Pressesprecher der Mainzer Netze, die für die Wasserversorgung in der Stadt zuständig sind, gegenüber Merkurist.

Netz ausgelastet, aber Spitzenwert noch nicht erreicht

Denn: „Die Leute sollten sich Gedanken machen, ob sie ihren Garten in der Mittagshitze wässern oder stundenlang duschen müssen.“ Aktuell sei der Spitzenwert des Vorjahres in punkto Trinkwasserabgabe noch nicht erreicht. Der lag bei 88.000 Kubikmeter Wasser am Tag. Am Montag (10. August) war der Wert laut Theurer bei 83.000 Kubikmeter. „Daher ist es schon so, dass das Netz gut ausgelastet ist.“

„Trinkwasser ist auch bei uns im Netz ein kostbares Gut.“ - Michael Theurer, Sprecher Mainzer Netze

Noch sei es in Mainz aber nicht so weit, dass Maßnahmen zum Wassersparen ausgesprochen werden müssten. Dafür sei im Fall der Fälle sowieso die Stadt Mainz zuständig. Bis dahin gelte weiterhin der anhaltende Appell der Mainzer Netze, Wasser zu sparen, denn: „Trinkwasser ist auch bei uns im Netz ein kostbares Gut“, so Theurer. (df)

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