Warum auf der A60 geblitzt wird

Von dem Blitzer am Hechtsheimer Tunnel wissen inzwischen die meisten Autofahrer. Doch die Polizei kontrolliert rund um Mainz auch mit mobilen Radarfallen. Aktuell standen auf der A60 auch zwei sogenannte Trailer zur Geschwindigkeitsmessung.

Warum auf der A60 geblitzt wird

Etwas mehr als ein Jahr gibt es nun die Blitzer-Anlage vor dem Hechtsheimer Tunnel auf der A60 in Fahrtrichtung Bingen. Doch außer dieser festinstallierten Messstelle werden seit einiger Zeit auch sogenannte semi-mobile Blitzer, auch Trailer genannt, rund um Mainz eingesetzt. Diese bleiben dort für einen bestimmten Zeitraum stehen und können später an anderer Stelle aufgestellt werden. Zwei dieser Blitzer sind Merkurist-Leser Michael zuletzt auf der A60 aufgefallen. Er wittert hier Abzocke: „Wer will denn jetzt seine Kassen auffüllen?“, schreibt er in seinem Snip. Doch nicht alle Leser teilen seine Meinung:

Auf Anfrage bestätigt das rheinland-pfälzische Innenministerium, dass das Polizeipräsidium Mainz am vergangenen Wochenende beide semi-mobilen Anlagen (Trailer) auf der A60 im Einsatz hatte. Ein Trailer habe im Baustellenbereich auf der A60 in Fahrtrichtung Darmstadt gestanden. Der zweite Trailer stand auf dem Mainzer Ring in Fahrtrichtung Bingen hinter der Anschlussstelle Lerchenberg in der Tempo 100-Beschränkung, so Pressesprecherin Sonja Bräuer.

Verkehrssicherheit im Blick

Zuständig dafür, die Trailer aufzustellen, ist die Verkehrsdirektion der Polizei Mainz mit Sitz in Wörrstadt. Allein sie entscheidet, an welchen Stellen die semi-mobilen Blitzer eingesetzt werden. Doch warum standen die Trailer gerade an diesen Stellen? „An beiden Örtlichkeiten muss die Geschwindigkeit vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit und nach Maßgabe der Anordnung der zuständigen Straßenverkehrsbehörde überwacht werden“, so Bräuer. Baustellen seien immer auch Engstellen und daher unmittelbar auch Gefahrstellen. Darüber hinaus sei der „Mainzer Ring“ schon allein durch das Fehlen eines Standstreifens sowie durch seine hohe Verkehrsdichte schon seit vielen Jahren ein Gefahren- und Überwachungsschwerpunkt.

Doch „wer füllt denn jetzt seine Kassen auf“ mit dem Geld aus den Bußgeldbescheiden, wie Leser Michael wissen will?

Wie Sonja Bräuer vom Innenministerium sagt, seien Maßnahmen, die Verkehrssicherheit zu steigern, kein Geschäft im kommerziellen Sinn. „Die Einnahmen der Zentralen Bußgeldstelle fließen in den Landeshaushalt.“

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