Schwerer Unfall beim Rhein-Frühling: So geht es jetzt weiter

Der schwere Unfall auf dem Mainzer Rhein-Frühling lässt viele Mainzer schockiert zurück. Dennoch soll das Fest am Donnerstag weiterlaufen. Die Schausteller wollen aber einen Gottesdienst veranstalten - auch für alle Zeugen des Unfalls.

Schwerer Unfall beim Rhein-Frühling: So geht es jetzt weiter

Nach dem tragischen Unfall auf dem Mainzer Rhein-Frühling, bei dem ein Mitarbeiter des Fahrgeschäfts „Intoxx“ schwer verletzt wurde, ist der Markt mittlerweile geschlossen. Nicht nur für viele Besucher sondern auch für die Schausteller war es ein emotionaler Tag. Am Donnerstag geht der Rhein-Frühling zwar weiter, die Schausteller wollen aber eine Andacht auf dem Gelände veranstalten, zu der auch Menschen eingeladen sind, die Zeugen des Vorfalls wurden.

Besucher zeigten Verständnis

„Ich war noch vor den Rettungskräften vor Ort und habe erste Hilfe geleistet“, erzählt Marco Sottile, Vorsitzender der Mainzer Schausteller. „Es trifft einen natürlich noch mehr, wenn man die Person persönlich kennt.“ Den Bereich habe man sofort abgesperrt, um den Verletzten vor Blicken zu schützen. Probleme mit Schaulustigen habe es nicht gegeben. „Die Besucher haben Verständnis gezeigt. Es ist natürlich besonders schlimm, dass das am Familientag passiert ist.“ Schon um 18 Uhr seien alle Stände geschlossen gewesen. Der Sicherheitsdienst bat die letzten Gäste, das Gelände zu verlassen.

„Es liegt nicht am Fahrgeschäft. Wir haben in Deutschland die sichersten Fahrgeschäfte.“ - Marco Sottile

Die Gewerbeaufsicht der Stadt Mainz ermittelt derzeit noch den genauen Unfallhergang. Bisher ist bekannt, dass der Mann von einer Gondel erfasst und offenbar mehrere Meter durch die Luft geschleudert wurde. Sottile will eines schon jetzt ausschließen: „Es liegt nicht am Fahrgeschäft. Wir haben in Deutschland die sichersten Fahrgeschäfte.“ So müssten alle Anlagen regelmäßig vom TÜV überprüft werden. Diesen wolle man auch jetzt noch einmal kommen lassen, um zu zeigen, dass das Fahrgeschäft völlig intakt sei.

Gottesdienst am Donnerstag

Mit einer kompletten Absage des Rhein-Frühlings rechnet Sottile aktuell nicht. Für den Rest des Abends geschlossen habe man das Fest aus Pietätsgründen. Am Donnerstag soll es wieder starten. Der Gottesdienst für alle, die Anteil nehmen oder über den Vorfall sprechen möchten, startet um 11 Uhr am Autoscooter. Abhalten wird ihn die Schausteller-Pfarrerin Christine Beutler-Lotz.

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