Kostenfrage: Kann sich Mainz die Johannisnacht noch leisten?

Die Mainzer Johannisnacht ist ein Traditionsfest, doch die Kosten steigen. Oberbürgermeister Nino Haase erklärte nun im Stadtrat, was das Fest die Stadt kostet und wie hoch das daraus resultierende Defizit ist.

Kostenfrage: Kann sich Mainz die Johannisnacht noch leisten?

Die Johannisnacht ist als größtes und traditionsreichstes Fest der Stadt ein fester Bestandteil des Mainzer Kulturlebens. Doch angesichts der angespannten Haushaltslage rücken die Kosten der Großveranstaltung in den Fokus. Eine Anfrage der CDU-Stadtratsfraktion an die Verwaltung zeigt nun, wie teuer das Fest für die Stadt tatsächlich ist.

Wie Oberbürgermeister Nino Haase mitteilt, ist die Johannisnacht 2026 zwar noch nicht vollständig abgerechnet, doch die vorläufigen Zahlen liegen vor. Mit Stand vom 2. September belaufen sich die Ausgaben auf 852.161,44 Euro. Dem stehen Einnahmen in Höhe von 280.855,45 Euro gegenüber. Daraus ergibt sich für die Stadt ein Minus von rund 571.300 Euro.

Kosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen

Die CDU-Fraktion betont zwar, dass sie sich zu der lebendigen Tradition bekenne, fordert aber gleichzeitig Transparenz und eine Steuerung der Kosten. „Es ist unsere Verantwortung sicherzustellen, dass die Kosten für solche Großveranstaltungen transparent, nachvollziehbar und im Rahmen der Haushaltsplanung steuerbar sind“, heißt es in der Anfrage.

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre zeigt einen deutlichen Anstieg der Ausgaben. Laut der Aufstellung der Stadt lagen die Kosten für die Johannisnacht im Jahr 2022 noch bei rund 572.000 Euro. Bis 2025 stiegen sie auf über 861.000 Euro an. Während die Ausgaben stark zunahmen, blieben die Einnahmen vergleichsweise konstant. Intern werden die Kosten für die Johannisnacht über ein zentrales Projekt im städtischen System verbucht, das hauptsächlich vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Amt für Messen und Märkte verantwortet wird.