Diese Dinge gibt es wirklich nur in Mainz

Jede Stadt hat ihre eigenen Bräuche und Markenzeichen - auch Mainz. Was es nur hier gibt.

Diese Dinge gibt es wirklich nur in Mainz

Niedliche Zeichentrick-Figuren, die eigentlich durchs Abendprogramm führen, in Mainz aber eigene Ampeln haben. Oder Kerzen, die es nur an Allerheiligen zu kaufen gibt. Das sind nur zwei Beispiele von Dingen, die es nur in Mainz gibt.

Rote und blaue Straßenschilder

Wer in Mainz durch die Straßen geht, dem dürften die verschiedenfarbigen Straßenschilder auffallen. Die Erklärung dafür ist recht einfach: Straßen mit blauen Schildern verlaufen parallel zum Rhein, Wege mit roten Schildern führen vom Fluss weg, verlaufen also senkrecht. Seit 1853 gibt es dieses System, das laut Stadtverwaltung eingeführt worden war, um die komplizierte Hausnummerierung in Mainz zu vereinfachen. Insbesondere für Ortsfremde sollte die Stadt damit übersichtlicher werden. Mehr dazu lest Ihr hier.

Mainzelmännchen-Ampeln

Sie sind das Aushängeschild des ZDF: die Mainzelmännchen. Die kleinen Zeichentrick-Figuren läuten Tag für Tag die Werbeblöcke im Fernsehen ein, sind auf Tassen, T-Shirts und Taschen verewigt. Doch auch im Straßenverkehr begegnen sie einem - und zwar auf den Fußgängerampeln. Am Neubrunnenplatz, in der Rheinstraße, in der Quintinstraße und auf dem Lerchenberg, wo das ZDF ja auch seine Zentrale hat, regeln sie den Verkehr.

Schwellköpp

Mainz gehört zu den Hochburgen was die fünfte Jahreszeit angeht. Und da dürfen die Schwellköpp nicht fehlen. Seit 1927 sind sie fester Bestandteil der Mainzer Fastnacht, laufen beim Jugendmaskenzug, am Rosenmontag oder auch bei der Fernsehsitzung mit. Satirisch überspitzt zeigen sie männliche und weibliche Mainzer Charaktere. Es gibt 30 verschiedene - und jeder hat einen eigenen Namen: Schambes, Karlche, Julche, …

Zugplakette

Und noch ein Fastnachtsbrauch: die Zugplakette. Jedes Jahr werden sie ab dem 11. November verkauft, um den Rosenmontagszug mitzufinanzieren. Der Mainzer Carneval Verein denkt sich dazu immer wieder neue Motive für die Figuren aus. So gab es schon einen Rosenmond, der „Am Rosenmontag bin ich geboren“ von Margit Sponheimer sang. Oder eine Figur des Mainzer Doms, die „Im Schatten des Doms“ von Thomas Neger abspielte. Übrigens: Die neue Plakette wird am 7. November vorgestellt.

„Newwelinge“

Eine Allerheiligen-Tradition sind die sogenannten „Newwelinge“. Das sind bunte Wachskegel, die am 1. November auf den Friedhöfen verkauft werden. An den Gräbern werden die „Newwelinge“ entzündet, um so der Toten zu gedenken. Merkurist war zu Besuch in der Werkstatt, wo die Kerzen hergestellt werden:

(nl)

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