Bundespräsident besucht Mainzer Obdachlosen-Ambulanz

Der amtierende Bundespräsident plant, die Mainzer Obdachlosen-Ambulanz des „Armenarztes“ Gerhard Trabert zu besuchen.

Bundespräsident besucht Mainzer Obdachlosen-Ambulanz

Nach dem Besuch in Berlin folgt der Gegenbesuch in Mainz: Der Mainzer Obdachlosenarzt Prof. Gerhard Trabert erzählte während des Rheinland-Pfalz-Tags gegenüber dem SWR, dass er hohen Besuch erwarte: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier habe ihm zugesagt, die Obdachlosen-Ambulanz seines Vereins „Armut und Gesundheit“ zu besichtigen.

Bereits im Februar war Trabert ins Berliner Schloss Bellevue eingeladen worden, nur wenige Tage nach der Wiederwahl. Damals hatte auch Trabert sich um das Bundespräsidentenamt beworben. Vorrangiges Thema des Gesprächs in Berlin war die Obdachlosigkeit (wir berichteten).

BKA überprüft Räumlichkeiten

Nun habe Steinmeier seinen Besuch für den 2. Juni auf der Mainzer Zitadelle bereits zugesagt, so Trabert gegenüber dem SWR. Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BKA) seien schon vor Ort gewesen und hätten mit Hunden die Räumlichkeiten geprüft. Trabert plane mit Steinmeier zunächst einen Rundgang, dann möchte der Bundespräsident auch mit Betroffenen sprechen. Ebenso soll das Arztmobil gezeigt werden. Trabert will zudem über die schwierige Situation von wohnungslosen Menschen aus Osteuropa sprechen und die Probleme derjenigen, die sich illegal in Deutschland aufhalten.

Fehlende Unterstützung für Menschen in schwierigen Lagen sei auch immer eine Gefahr für die Demokratie, warnte Trabert. Denn Armut und soziale Benachteiligung würde empfänglicher für Populisten machen. Er fordert daher mehr Hilfen von Seiten des Bunds.

Reise ins Kriegsgebiet

Der Sozialmediziner kam erst kürzlich von seiner Reise in die Ukraine zurück. Mitten im Kriegsgebiet versorgten er und sein Team eine Woche lang kranke und verletzte Menschen mit medizinischem Material, unterstützten Hilfsorganisationen, Krankenhäuser und Ärzte vor Ort. So waren sie auch in Butscha und Irpin unterwegs. Von seinen Eindrücken berichtete Trabert auf seiner Facebookseite.

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