Was kann man gegen Mücken in der Wohnung tun?

Nerviges Sirren und juckende Stiche: Mücken machen Mainzern besonders in Rheinnähe jedes Jahr zu schaffen. Eine Merkurist-Leserin fragt sich allerdings, ob es dieses Jahr deutlich mehr gibt.

Was kann man gegen Mücken in der Wohnung tun?

Draußen wird es wärmer und bei geöffneten Fenstern hat man ungebetene Gäste in der Wohnung. Wie in jedem Jahr gibt es in den Sommermonaten vermehrt Mücken. Denn die Bedingungen sind für sie durch die hohen Temperaturen optimal. Merkurist-Leserin Lisa fragt sich in ihrem Snip, ob es in Mainz schon so viele Mücken gibt, dass man hier von einer Plage sprechen kann.

Darauf hat ein Sprecher der Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) eine deutliche Antwort: Ihnen sei nichts über eine Plage bekannt. Zudem müsse man vorher erst klären, um welche Art von Mücken es sich handle. „Die in den Rheinauen gelegenen Brutstätten der Wiesen- und Auwaldstechmücken wurden seit März regelmäßig nach Niederschlägen und Pegelanstiegen kontrolliert und sofern erforderlich zu Fuß oder per Helikopter erfolgreich behandelt. In der Regel waren die Brutstätten aber die meiste Zeit trocken - ohne Wasser keine Stechmückenentwicklung.“

Was können Bewohner gegen die Mücken tun?

Sollten einem vermehrt Mücken in der Wohnung auffallen, muss man dies nicht einfach hinnehmen. „In Siedlungen können sich jedoch in jeder Art von Kleingewässer natürlicher oder künstlicher Art sogenannte Hausmücken entwickeln. Das sind Stechmückenarten, die, im Gegensatz zu den Überschwemmungsmücken in den Rheinauen, ihre Eier auf die Wasseroberfläche in Form von Eipaketen ablegen“, erklärt der KABS-Sprecher. Brutstätten sind für diese Tiere zum Beispiel Regentonnen, aber auch Blumenuntersetzer und Gießkannen. „Hier ist jeder Bürger selbst aufgefordert, derartige Brutstätten auf seinem Grundstück oder dem Balkon zu vermeiden, indem er derartige Brutstätten beseitigt.“ So müssen zum Beispiel Blumenuntersetzer regelmäßig geleert, Gießkannen auf den Kopf gestellt und Regentonnen abgedeckt werden.

In eine Regentonne könne man zudem in den Bürgerbüros erhältliche B.t.i.-Tabletten werfen. Diese Tabletten setzen über einen Zeitraum von etwa 10 bis 14 Tagen den biologischen Wirkstoff sukzessive frei und verringern so die Population der Stechmücken. Der Wirkstoff sei für für Menschen und Haustiere unbedenklich, so der Sprecher.

Können Mücken das Coronavirus übertragen?

In den vergangenen Wochen tauchte immer wieder die Frage auf, ob auch Stechmücken Überträger des Coronavirus sein könnten. Dazu gibt es eine klare Antwort der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Nein.“ Denn: „Bisher gibt es weder Informationen noch Beweise dafür, die nahelegen würden, dass das neuartige Coronavirus über Mückenstiche übertragen werden kann. Das neuartige Virus ist ein Virus, das auf die Atemwege geht. Es verbreitet sich hauptsächlich durch Tröpfchen, wenn eine infizierte Person hustet oder niest, oder durch Speicheltröpchen oder Nasensekret.“ Auch der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sind keine Hinweise für eine Übertragungen durch Stechmücken bekannt.

Falls Ihr doch gestochen wurdet, gibt die Apotheken Rundschau auf ihrer Website ein paar Tipps, was man gegen die Stiche tun kann. (df)

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