Hitze: Was man jetzt für Tiere und Pflanzen tun kann

Ausreichend Wasser und ein kühles Plätzchen: Was den Sommer für uns erträglicher macht, erleichtert auch Tieren und Pflanzen die heißen Tage.

Hitze: Was man jetzt für Tiere und Pflanzen tun kann

Schweißausbrüche, Kreislaufbeschwerden, schlaflose Nächte: Vielen Menschen machen die hohen Temperaturen der letzten Wochen zu schaffen. Auch Tiere und Pflanzen leiden unter heißem Wetter und Trockenheit, es gibt allerdings einfache Möglichkeiten, ihnen den Sommer angenehmer zu gestalten.

Hunde-Eis und Vogeldusche

Für die Hunde im Mainzer Tierheim stehen zur Abkühlung Badegelegenheiten bereit. „Dafür kann man ein Planschbecken nehmen, oder auch eine Sandmuschel, die sind stabiler“, erklärt Tierärztin Kathrin Roiner-Frenzel. Hunde, die sich viel in Hof oder Garten aufhalten, sollten dort einen kühlen Rückzugsort haben: „Man kann die Außenhütte mit einer einer nassen Decke abdecken oder eine Stelle im Hof mit dem Schlauch abspritzen, damit sie feucht ist.“

In der Wohnung könne man Hunde, Katzen, und Kleintieren ein feuchtes Handtuch oder eine in ein Tuch gewickelte gefrorene Flasche am Lieblingsort bereit legen. Wichtig sei es allerdings, den Tieren eine Auswahl zu geben, weil nicht jeder das Angebot nutzen wolle. Wer für seinen Vierbeiner Fleisch oder Fisch kocht, könne den Sud einfrieren und Hund oder Katze als Eiswürfel anbieten. „Vögel kann man mit einer Sprühflasche ansprühen und ihnen eine Bademöglichkeit bieten. Die sollte sowieso ganzjährig vorhanden sein.“ Ebenfalls selbstverständlich sollten für alle Haustiere regelmäßig gereinigte Trinkgelegenheiten mit frischem Wasser sein.

Insekten, Vögel und Wildtiere

„Vögel freuen sich sehr über Badestellen und Tränken“, erklärt Rainer Michalski vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Dafür reiche bereits eine flache Schale mit Wasser aus. „Wer die Möglichkeit hat, kann sie erhöht, beispielsweise auf einem stabilen Pfahl, aufstellen.“ Auf dem Boden sollte die Tränke möglichst exponiert stehen, damit die Vögel einen freien Blick haben und Katzen oder andere Jäger sich nicht unbemerkt anschleichen können.

Auch Insekten, Igel und andere Wildtiere freuten sich über das Angebot. Wichtig sei es, das Wasser täglich zu wechseln und die Schale regelmäßig zu reinigen: „Die Tiere können das Wasser schnell verschmutzen und Krankheitserreger hinterlassen, die speziell für Vogelarten zum Problem werden können“, so Michalski. „Außerdem verhindert man so, dass Stechmücken ihre Eier dort ablegen.“ Wer keinen Garten hat, könne auch auf dem Balkon eine kleine Wasserstelle für Insekten anbieten. Dafür eigne sich ein flaches Gefäß, das mit Steinen oder Murmeln als Landeplatz zur Tränke für Bienen, Hummeln und Falter wird.

Stadt bittet um Mithilfe

Die anhaltende Hitze setzt auch den Pflanzen zu. Laut einer Pressemitteilung des Mainzer Grün- und Umweltamtes, leiden besonders die jungen Bäume im Stadtgebiet unter der Trockenheit: „Gerade in den ersten Jahren des Anwachsens hat der Baumnachwuchs erheblichen Durst. Zwar erhält der Jungbaum in den ersten 5 Jahren eine gewisse Grundversorgung, jedoch können ausbleibende Niederschläge dem Bäumchen zusetzen.“ Aus diesem Grund bittet das Grün- und Umweltamt die Mainzer um Mithilfe: „Einen Eimer Wasser jeden Tag an den Jungbaum vor dem Haus trägt dazu bei, dass der Baumnachwuchs zu einem kräftigen Stadtbaum heranwachsen kann und extreme Wetterperioden übersteht.“ Auch die grünen Wassersäcke, die mittlerweile an vielen Jungbäumen angebracht sind und etwa 50 Liter fassen, können aufgefüllt werden.

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