Stechmücken-Plage: Was hilft dagegen?

Auch wegen des Rheinhochwassers sind in Mainz derzeit mehr Stechmücken als üblich unterwegs. Doch was kann man gegen die Mücken tun und was sollte ich beachten, wenn ich gestochen wurde?

Stechmücken-Plage: Was hilft dagegen?

Erst ist ein grelles Summen zu hören und schon kurze Zeit später fängt der Juckreiz an: Sommerzeit ist Stechmückenzeit. Und in Mainz hat das Rheinhochwasser seinen Teil dazu beigetragen, dass sich die Stechmücken 2021 in besonders großer Zahl auf die Suche nach Menschen machen. „Einige unserer Stechmückenarten sind explizit auf Überschwemmungen der Auen entlang des Rheinufers angewiesen“, sagt Xenia Augsten, die dem Team von KABS (Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V.) angehört. „Denn nur so werden die im Boden liegenden Eier geflutet, was es den Larven erlaubt zu schlüpfen.“ Diese Auwald-Stechmückenarten würden sich ohne Überschwemmungen also gar nicht erst entwickeln.

Doch was kann man gegen die nervigen Plagegeister tun? Die Stadt Mainz gibt auf ihrer Webseite Tipps dazu. Fliegengitter und sogar Moskitonetze können Abhilfe schaffen, wenn das Summen und Stechen zur Qual wird. Auf Insektenlampen sollte man hingegen verzichten: „Stechmücken reagieren nicht auf das ultraviolette Licht, sondern auf die menschliche Wärmeausstrahlung und CO2-Abgabe. Dafür werden von UV-Lampen andere Insekten wie Tag- und Nachtfalter, Käfer, Köcherfliegen oder Bienen angezogen und getötet“, heißt es dazu auf der Stadt-Webseite.

Lieber nicht auf Chemie-Keule setzen

Ebenfalls auf der Tabuliste: chemische Mittel. „Verdampfer mit Pyrethroiden sind zwar wirksam im Kampf gegen die Blutsauger, lösen bei vielen Menschen aber Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen oder gar Nervenschäden aus“, so die Stadt. Zudem könne das in Insektenschutzmitteln verwendete Diethyltoluamid (DEET) zu Hautreizungen und Störungen des Nervensystems führen. Besonders Schwangere und kleine Kinder sollten damit gar nicht erst in Kontakt kommen.

Stattdessen seien natürliche Düfte wie Zitronengras schon deutlich hilfreicher und verträglicher – wenn auch nicht für jeden. Auch Lavendel, Salbei oder Tomaten-Sträucher können Abhilfe schaffen, wie die Stadt Wiesbaden auf ihrer Webseite erklärt. Wer die keinen Blutsauger überhaupt nicht ausstehen kann, sollte sich zudem während der Dämmerung von Wassertonnen oder Gewässern fernhalten. Denn bei feuchtwarmer Sommer-Witterung halten sich die Stechmücken dort besonders gerne auf.

Am effektivsten ist der Kampf gegen Stechmücken, bevor sie überhaupt geschlüpft sind. Wer Regenfässer im Garten abdeckt und herumstehende Behälter wie Eimer regelmäßig leert, trägt seinen Teil bei. Fische im Gartenteich können zudem ebenfalls wahre Wunder bewirken. Sollten sich Regenfässer oder ähnliche Behältnisse nicht ganz abdecken lassen, empfiehlt die Stadt Mainz das Mittel Culinex Tab plus. „Der biologische Wirkstoff tötet gezielt Stechmückenlarven ab, ohne für andere Organismen giftig zu sein. Das Wasser kann bedenkenlos zur Bewässerung im Garten verwendet werden“, so die Stadt.

Gestochen worden – und dann?

Und wenn alle Tipps zu spät kommen und die Mücken schon zugestochen haben? Dann gilt: kratzen vermeiden! Somit können Infektionen der Einstichstelle verhindert werden. Stattdessen den Stich lieber kühlen, empfiehlt die Stadt Wiesbaden. Sollte die Hautpartie um den Stich herum dick und heiß werden, lieber einen Arzt aufsuchen.

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