Betrüger an Mainzer Haustüren: So könnt ihr euch schützen

Es klingelt an der Tür und der unbekannte Besucher will unter einem Vorwand in die Wohnung gelangen oder direkt etwas verkaufen – das kommt in letzter Zeit häufiger in Mainz vor. Wie geht man damit um? Die Polizei gibt Tipps.

Betrüger an Mainzer Haustüren: So könnt ihr euch schützen

Mit dem Vorwand, den Glasfaseranschluss ausbauen zu wollen, soll ein vermeintlicher Telekom-Mitarbeiter in Hechtsheim unterwegs gewesen sein. Er habe Häuser ausspioniert, berichtet Merkurist-Leserin Vladlena von ihren Erfahrungen. Andere Leser haben ähnliches erlebt. Meistens klingeln die unbekannten Besucher an der Tür, wollen hineingelassen werden oder direkt etwas verkaufen. Was steckt dahinter?

„Betrüger an der Haustür verfolgen unterschiedliche Maschen“, erklärt Kathrin Schwierz von der Mainzer Polizei. Einerseits hätten sie das Ziel, in die Wohnungen der potenziellen Opfer zu gelangen, um dort nach Bargeld oder anderen Wertsachen zu suchen, um das dann zu stehlen. Es gebe aber auch Fälle, in denen tatsächlich „Haustürgeschäfte“ angeboten werden. Manchmal werde versucht, ein Abo oder einen Vertrag zu verkaufen. In anderen Fällen ginge es um spontane Handwerkerleistungen.

„Die vermeintlichen „Haustürgeschäfte“ haben seit Beginn der Corona-Pandemie Zuwachs erfahren.“ - Kathrin Schwierz, Polizei Mainz

In letzter Zeit passiert das öfter. „Die vermeintlichen ‘Haustürgeschäfte’ haben seit Beginn der Corona-Pandemie Zuwachs erfahren“, sagt Schwierz. „Hintergrund ist die mit der Pandemie verbundene Möglichkeit des Arbeitens aus dem Homeoffice, sodass viele potenzielle Opfer auch tagsüber zuhause anzutreffen sind.“ Schwerpunkte gebe es in Mainz nicht. Man kann sich aber davor schützen.

Polizei gibt Tipps

„Grundsätzlich sollten unaufgefordert kommende ‘Vertreter’ oder ‘Verkäufer’ nicht in die Wohnung gelassen werden“, sagt Schwierz. „Die Polizei empfiehlt, Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder das Fenster genau anzuschauen.“ Kennt man den Besucher nicht, sollte man die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel öffnen. Im Zweifel könne man die Person auch für einen anderen Zeitpunkt bestellen, wenn man nicht mehr alleine ist.

„Sollten die Besucher zudringlich werden, sollten diese in lautem Ton zum Verlassen aufgefordert werden. Im Zweifelsfall sollten Betroffene sich nicht scheuen, um Hilfe zu rufen“, sagt Schwierz. Oft würde es auch helfen, sich mit Nachbarn abzusprechen.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte sich schnellstmöglich bei der Polizei melden. Die Einsatzkräfte können dann eine Fahndung einleiten. „Unabhängig davon, nimmt die Polizei bei Vorliegen der Voraussetzungen entsprechende Strafanzeigen auf.“

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