Mainzer Sänger dreht neues Video in alter Kaserne in Nierstein

Der Mainzer Sänger Timo Schniering möchte mit seiner neuen Single „New Generation“ der jungen Generation eine Stimme geben und Mut machen, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Mainzer Sänger dreht neues Video in alter Kaserne in Nierstein

Mit seinem neuen Song „New Generation“ richtet Timo Schniering seinen Blick in die Zukunft. Der Titel des Liedes ist dabei Programm. Es geht darum, dass junge Menschen ihre Zukunft gestalten sollen, auch wenn sie häufig das Gefühl haben, gar nicht richtig mitbestimmen zu können. Auch er selbst kann sich damit identifizieren: „Ich bin ja jetzt gerade dabei, so meine eigene Zukunft aufzubauen. Für mich ist das Thema Selbstbestimmung ganz wichtig. Also so zu schauen, was kann ich machen? Wo kann ich auch selbst Dinge in die Hand nehmen?“

Dystopie als Spiegel der Gegenwart

Das Musikvideo zu „New Generation“ entstand in den Anderson Barracks in Nierstein – einer ehemaligen amerikanischen Kaserne. Die zerfallene Kaserne wurde bewusst gewählt, um eine dystopische Welt in dem Video zu erzeugen. Diese solle die Zukunft symbolisieren, auf die wir uns laut Schniering hinbewegen.

Gemeinsam mit seiner Studienkollegin Veronika Bauermann entwickelte er die visuelle Idee. Die Tische und antiken Gegenstände, die in dem Video herum schweben, sollen die Last der Vergangenheit darstellen. Die Kaserne wird hierbei zum Symbolbild für eine brüchige Welt. Am Ende des Videos erfolgt der Ausbruch in die Natur: ein Zeichen für Freiheit und Veränderung.

Mainz als Drehort

Auch die Region rund um Mainz spielt für Timo Schniering eine große Rolle. Insbesondere die Offenheit und den Zusammenhalt würde er sehr schätzen. Diese Form des Gemeinschaftsgefühls hätte er auch in anderen Städten wie Berlin oder Köln noch nicht erlebt: „Ich finde, das ist nicht nur etwas Besonderes, was wir hier haben, sondern es ist etwas, woran man sich auch außerhalb von Mainz ein Beispiel nehmen kann, was man hier doch für eine Gemeinschaft hat und wie man das vielleicht auch woanders besser machen könnte.“

Gleichzeitig biete die Region für seine Musikvideos viele inspirierende Drehorte. Außer der ehemaligen Kaserne nutzte er schon eine alte Fabrik, Parks oder auch Räume der Hochschule Mainz, an der er studierte.

Persönliche Zukunft

Nachdem er nun sein Master-Studium beendet hat, will der Sänger sich voll und ganz der Musik widmen. Schon im April kommt seine nächst Single mit Musikvideo. Begleitet wird dieses von einem Releasekonzert hier in Mainz. Für Ende des Jahres ist ein Album geplant. Auch diese widmet sich dem Thema der Selbstbestimmung und der Zukunft.

Für Schniering ist die Musik eine Leidenschaft: „Ich stecke alles rein, was ich habe, einfach weil ich daran glaube, dass die Musik und die Kunst viel in der Gesellschaft verändern können und ich auch den Willen habe, da mitzuwirken“. Der gebürtige Mainzer ist der festen Überzeugung, dass Musik ein Medium sei, dass die Menschen wieder verbinden kann. Dabei möchte er selbst mit anpacken und möchte auch die Menschen mit seinen Songs ermutigen, aktiv zu werden, denn „in der Gruppe und in der Masse kann man so viel mehr erreichen als ein einzelner“.