Die klassische Geflügelpest breitet sich in Rheinland-Pfalz derzeit nicht mehr weiter aus. Wie das Landesuntersuchungsamt mitteilt, ist der Erreger aber weiterhin in der Umwelt vorhanden, weshalb erhöhte Wachsamkeit geboten ist.
Situation in Mainz und Landkreis
Seit Oktober 2025 wurde das Virus landesweit bei 102 Wildvögeln und in zwei Geflügelhaltungen nachgewiesen. Der massive Ausbruch wird hauptsächlich auf den großen Kranichzug Mitte Oktober zurückgeführt. Auch in Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen gab es bestätigte Fälle. In der Stadt Mainz war ein Schwan betroffen, im Landkreis wurden zwei Kraniche und ein Schwan positiv getestet.*
Obwohl die Vogelzüge mittlerweile vorüber sind und die landesweite Stallpflicht aufgehoben wurde, schätzt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko einer Ausbreitung unter wild lebenden Wasservögeln weiterhin als hoch ein. Das gilt auch für die Gefahr einer Übertragung auf Geflügelhaltungen.
Was Geflügelhalter und Spaziergänger beachten sollten
Geflügelhalter werden dringend gebeten, weiterhin strikte Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehört, das Hausgeflügel von Wildvögeln zu trennen, Ausläufe abzudecken und Futter- sowie Tränkevorrichtungen für Wildvögel unzugänglich zu machen. Zudem sind Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Stallkleidung und -schuhen wichtig.
Die Bevölkerung wird ebenfalls zur Achtsamkeit aufgerufen. Tot aufgefundene Vögel sollten den Veterinärämtern gemeldet, aber auf keinen Fall berührt werden, um eine mögliche Weiterverbreitung von Viren zu vermeiden. Ein konkretes Gesundheitsrisiko für Menschen oder andere Tiere besteht nach derzeitiger Einschätzung nicht.
*Bei den Angaben handelt es um bestätigte Fälle seit 21.10.2025 (Stand: 23.01.2026, 11 Uhr).