Tauben vor Mainzer Hauptbahnhof beschossen

Ein neuer Fall von Tierquälerei sorgt für Aufsehen: Drei Tauben wurden vor dem Mainzer Hauptbahnhof gefunden. Sie seien Opfer „massiver“ Taubenquälerei geworden, wie das Kleintierhaus Mainz auf Facebook schreibt.

Tauben vor Mainzer Hauptbahnhof beschossen

Angezündet, vergiftet, zu Tode gequält: Schon des Öfteren hat Merkurist über Fälle von Tierquälerei an Tauben berichtet, zuletzt im Januar 2020. Nun sorgt ein neuer Fall für Aufsehen. Wie das Kleintierhaus des Tierheims Mainz auf Facebook schreibt, wurden drei verletzte Tauben vor dem Hauptbahnhof gefunden. Zwei der Tiere wurden angeschossen, bei einem Vogel steckte sogar eine Pfeilspitze im Kropf.

„Die eine hat es besonders schlimm getroffen, sie ist wohl schon monatelang mit schwersten Verschnürungen an den Füßen umhergeirrt“, schreibt das Team. Jetzt sei sie auch noch angeschossen worden. „Bei der anderen waren wir auch wieder mal sprachlos, ihr steckte eine große, massive Pfeilspitze im Kropf.“

Auf den Facebook-Post gab es einige, vor allem fassungslose Reaktionen. „Wie kann man nur so grausam und respektlos Lebewesen gegenüber sein?!“, fragt eine Userin. „Das ist das Ergebnis vom jahrelange Hassschüren gegen Stadttauben, Wenn man einen Hund aussetzt gibt es Ärger. Bei Tauben nennt man es Sport und übernimmt dann nicht mal Verantwortung für das Ergebnis...“, meint eine weitere.

Auch das Team des Kleintierhauses ist entsetzt. „Wieder hat es die ‘Ärmsten der Armen’ unserer Tierwelt getroffen, aber wer weiß schon, ob als nächstes Hunde, Katzen oder nicht auszudenken, Menschen, auf der Hassliste/Abschussliste stehen werden...“ Die Mitarbeiter appellieren an die Menschen, die Augen offen zu halten. „Auch ein Diabolo-Geschoss oder ein so derart massiver Pfeil kann als Querschläger böse enden.“ (ms)

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