In Mainz sind sieben Tauben in einem Käfig auf einem Hausdach gestorben. Das berichtet die Tierrettungsorganisation „taubsigang“ am Mittwoch (1. Juli). Die Tiere waren offenbar ohne Futter und Wasser in der prallen Sonne eingesperrt.
Der Organisation wurde am Abend ein Käfig auf einem Mainzer Dach gemeldet, in dem Vögel eingesperrt seien. Nachdem die Tierschützer Bilder von der Situation erhalten hatten, machten sie sich sofort auf den Weg. Vor Ort fanden sie nach eigenen Angaben ein Bild, „das kaum in Worte zu fassen“ war: Von ursprünglich neun Tauben in dem Käfig lebten nur noch drei. Die Tiere hatten weder Futter noch Wasser und waren bei rund 30 Grad der Sonne ausgesetzt.
Rettung mit Hilfe der Polizei
Da sich der zunächst kontaktierte Vollzugsdienst für nicht zuständig erklärt habe, wandten sich die Tierschützer an die Landespolizei. Zwei Polizisten unterstützten die Rettungsaktion. Mit Erlaubnis der Beamten öffneten die Helfer den Käfig und holten die drei noch lebenden Tauben heraus.
Die Tiere waren laut „taubsigang“ schwer dehydriert und völlig entkräftet. Trotz der schnellen Versorgung durch die Tierschützer und die Polizei verstarb eine der drei geretteten Tauben kurze Zeit später. Die beiden überlebenden Vögel befinden sich nun auf einer Pflegestelle.
Käfig versiegelt, Ermittlungen laufen
Als Sofortmaßnahme versiegelte die Polizei den Käfig, um eine erneute Nutzung zu verhindern. Im Hintergrund wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Tierrettungsorganisation bedankte sich bei der Polizei und der Person, die den Fall gemeldet hatte. Gleichzeitig appelliert sie an die Bevölkerung, bei Tieren in Not nicht wegzusehen und Hilfe zu holen.