In Briefkasten geworfen - Hamster stirbt

Facebook-Post des Mainzer Tierheims sorgt für Wut und Entsetzen

In Briefkasten geworfen - Hamster stirbt

Ein Facebook-Post des „Kleintierhaus Tierheim Mainz“ sorgt am ersten Weihnachtsfeiertag für große Aufregung. Bis um 16 Uhr wurde der Post schon 650 Mal geteilt. Demnach hat ein Unbekannter einen kleinen Hamster einfach in den Briefkasten des Tierheims geworfen und ist dann weggegangen. Trotz aller Bemühungen der Tierfreunde, den Hamster wieder aufzupäppeln, ist das Tier inzwischen gestorben.

In Plastiktüte eingeworfen

In dem Post macht das Tierheim diesen Fall nun öffentlich: „Wir haben lange überlegt, ob wir dieses Drama an den doch so fröhlichen und besinnlichen Feiertagen veröffentlichen sollen. Ja, wir tun es! Genau das sind wir nämlich dem kleinen Mann schuldig!“, heißt es darin. Dann gehen die Verfasser näher auf die Umstände des Vorfalls ein.

So wollten die Tierfreunde das letzte Mal vor Weihnachten die Post aus dem Briefkasten holen „und dann kommt das blanke Entsetzen, Fassungslosigkeit, purer Hass…“. Ein gewissenloser Mensch habe einen „Hamsterbub“ in einer Plastiktüte in den Briefkasten geworfen. Wie lange das Tier darin gewesen sei, könne man aber nicht sagen. Der Kleine sei eisig kalt gewesen, zu schwach, um die Äuglein zu öffnen und hätte einen kaum noch hörbaren Herzschlag gehabt, aber noch ganz schwach geatmet, heißt es in dem Post. „Wir haben sofort das gesamte Notfallprogramm durchgezogen, um das kleine Leben zu retten.“

Weihnachtswunder bleibt aus

Zunächst schien dann auch alles gut zu gehen. Er habe „die Augen geöffnet, der kleine ‘Miracolo’ (Wunder) und mit uns gekämpft. Wir alle glaubten jetzt an ein Weihnachtswunder. Dann der große Schock, dem Kleinen ging es wieder schlechter. Wir haben so gekämpft und konnten ihm nicht mehr helfen.“ Das einzige was die Tierfreunde noch tun konnten, „war ihn in Würde und geliebt gehen zu lassen.“

Wie die Tierheimmitarbeiter annehmen, habe der Hamster von dem „Durchquetschen“ in den engen Briefkastenschlitz noch einige Serienfrakturen erlitten. „Wir sind alle sehr traurig, dass wir nicht mehr für ihn tun konnten und können nicht verstehen, wie am ‘Fest der Liebe’ Menschen so skrupellos mit Leben umgehen können.“ Dann richten sich die Verfasser des Posts an alle, die mit dem Gedanken spielen, ihr Tier im Tierheim abzugeben: „Das Tierheim nimmt keine Abgabegebühren, gerade aus dem Grund, damit sowas nicht passiert! Sowas darf es in Mainz nicht mehr geben!“

Großes Entsetzen

Unter den Facebook-Usern schlägt der Vorfall hohe Wellen. In vielen Posts drücken sie ihre Trauer über den Tod des Hamsters aus. So schreibt Carsten: „Mir rollen gerade die Tränen über die Wangen, wie kann ein Mensch einem kleinen Lebewesen so etwas antun.“ Heike kommentiert: „Entsetzen reicht nicht, um das auszudrücken, was ich gerade fühle.“ Und Helena postet: „Armes kleines Hamsterchen, das bricht einem ja das Herz. Grade die Allerkleinsten sind am meisten auf den Schutz von vernünftigen Menschen angewiesen, ich begreife nicht, wie man einem Tier so etwas antun kann.“

Das Mainzer Tierheim war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

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