Veterinäramt löst Schweine- und Kaninchenbestand auf

Neues Zuhause gesucht

Veterinäramt löst Schweine- und Kaninchenbestand auf

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen hat am Mittwoch einen Kaninchen- und Schweinebestand in Mainz aufgelöst. Grund dafür waren die schlechten Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten wurden. Nun sucht das Amt eine neues Zuhause für die Tiere.

107 Kaninchen und 21 Turopolje-Schweine wurden dem Halter weggenommen. Die Tiere wurden erstmal gefüttert, getränkt und tierärztlich untersucht. Danach wurden sie vorläufig anderweitig untergebracht. „Allen Tieren geht es gut. Die in Rheinland-Pfalz seltenen Schweine hat ein Landwirt im Kreisgebiet übernehmen können, für die Kaninchen suchen wir derzeit ein neues Zuhause“, so der Veterinäramtsleiter Dr. Markus Wacker.

Mit der Auflösung des Tierbestands hat das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mainz-Bingen ein Tierhalteverbot vollstreckt, das bereits im vergangenen Jahr vom Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz entschieden wurde. „Leider passiert es immer wieder, dass Veterinäre Tiere wegnehmen müssen. Dieser Schritt gilt immer als Ultima ratio. Beim ersten Auftreten tierschutzrechtlicher Mängel beraten die Veterinäre die Tierhalter und setzen Fristen, die vorgefundenen Mängel abzustellen“, so die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung.

Verändert sich an der schlechten Situation für die Tiere nichts, gehen die Behördenvertreter weiter und verfassen Anordnungen, verhängen Bußgelder und drohen Zwangsmittel an. Sollte auch dies den Tierhalter nicht dazu bringen, seine Tiere tierschutzgerecht zu pflegen, ernähren oder verhaltensgerecht unterzubringen, könne die Behörde ein Tierhalteverbot aussprechen und wenn nötig auch durchsetzen.

Für die Kaninchen wird nun ein neues Zuhause gesucht. Dabei sei darauf zu achten, dass es sich bei den Kaninchen um mittelgroße Rassezuchttiere handelt und diese nicht für das Kinderzimmer geeignet seien, wie etwa Zwergrassen, so Wacker.

Interessierte können sich beim Veterinäramt melden, per E-Mail an wacker.markus@mainz-bingen.de oder telefonisch unter 06131-69333 4100. (mm)

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