Nilgänse in Mainz: Stadt sieht aktuell keinen Handlungsbedarf

Die Nilgans breitet sich in vielen Städten aus. Auch in Mainz begegnen sie Spaziergängern am Rheinufer regelmäßig. Die Stadt erklärt jedoch, warum derzeit kein Anlass für Maßnahmen besteht.

Nilgänse in Mainz: Stadt sieht aktuell keinen Handlungsbedarf

Immer wieder werden Nilgänse am Mainzer Rheinufer, auf Grünflächen oder in Parks gesichtet, was nicht bei allen Grund zur Freude ist. Laut Tagesschau wurde die invasive Nilgans bereits in anderen Städten in Rheinland-Pfalz zum Problem. In Trier etwa sollen die Tiere kürzlich zum Beschuss freigegeben worden sein. Grund dafür soll unter anderem der viele Kot der Gänse in Freibädern, Liegewiesen und dem Palastgarten sein. Außerdem konkurriere die Nilgans mit einheimischen Wasservögeln um die Brutplätze.

Merkurist-Leser Thomas schrieb etwa in seinem Snip: „Was tut die Stadt Mainz gegen die invasiven Nilgänse?“. Ein anderer Leser kommentierte: „In Teilen der Pfalz dürfen sie bejagt werden. Da sie zur invasiven Art gehören. Mich würde es auch ärgern, wenn ich schwimmen gehen möchte, und durch Gänsekacke ins Wasser laufen müsste.“

Keine Maßnahmen in Mainz geplant

Auf Merkurist-Anfrage teilt die Stadt Mainz mit, dass derzeit keine Kennzahlen zur Populationsentwicklung der Nilgänse vorliegen. Auch für die am Rhein gelegenen Naturschutzgebiete sowie das übrige Stadtgebiet seien der Verwaltung aktuell keine Beschwerden bekannt, aus denen sich ein konkreter Handlungsbedarf ableiten lasse. Ein sogenanntes Gänsemanagement stehe deshalb aktuell nicht im Fokus der Stadt.

Nach Angaben des Naturschutzbundes steht die Nilgans auf der EU-Liste der invasiven Arten. Die Population nehme stetig zu. Ursprünglich stammt sie aus Afrika und ist mittlerweile das ganze Jahr über in Deutschland zu beobachten.

Für den Umgang mit den Tieren empfehle die Stadt Mainz den Bürgern Abstand zu den Nilgänsen zu halten und ihnen mit Respekt zu begegnen, so die Pressestelle.