Wut, Entrüstung und Anteilnahme nach Tod von Aiko

Beileidsbekundungen, Wut, Hass und offene Drohungen: Nach dem Tod des Therapiehundes Aiko aus Auringen ist das Entsetzen in den sozialen Netzwerken groß.

Wut, Entrüstung und Anteilnahme nach Tod von Aiko

Am Donnerstag hat ein Mann mutmaßlich mit voller Absicht einen zehnjährigen Collie in Auringen getötet. Wie die Halterin gegenüber Merkurist erklärte, passte es dem mutmaßlichen Täter nicht, dass der Hund mit dem Namen Aiko des Öfteren auch ohne Leine unterwegs war. Dabei war es der schwerbehinderten Frau schlicht nicht möglich, in jeder Situation die Leine zu greifen.

Ihren Aussagen nach rammte der Mann, der in Auringen kein Unbekannter sei, ihrem Aiko ein Messer ins Herz. In einem Gebüsch soll er dem Tier aufgelauert haben, als es mit seiner Halterin auf der üblichen Gassi-Runde unterwegs war (wir berichteten).

Was geschah am Donnerstag?

Die Polizei bestätigte, dass am Donnerstag in Auringen ein Hund erstochen wurde. Zum Tathergang wollte sich eine Sprecherin am Wochenende noch nicht äußern. Wahrscheinlich können am Montag weitere Details bekanntgegeben werden. Für Aikos Frauchen ist der Tathergang klar. Auch habe eine befreundete Hundehalterin die Szenerie beobachtet.

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 21-jährigen Bundeswehrsoldaten handeln. Das Profil und Fotos des Mannes machte in den sozialen Netzwerken die Runde. Zwischen Unverständnis und Trauer über den Vorfall mischten sich bei vielen Nutzern Wut und Vergeltungsfantasien. Das Profil wurde mittlerweile gelöscht.

Hilfe für die Betroffenen

Dem betroffenen Frauchen und ihrem Lebensgefährten schlug indes eine Welle der Sympathie- und Beileidsbekundungen entgegen. Verschiedene Posts zu Aiko wurden teils tausendfach geteilt. Alleine bei Merkurist meldeten sich mehrere Leser, die der Familie gerne helfen wollten. Darunter auch ein Tierbestatter, der Aikos Frauchen seine Dienste angeboten hatte. Doch das Tier soll von dem Unternehmen „Rosengarten“ kremiert werden.

Auch Aikos Familie haben viele Hilfsangebote erreicht, wie sie sagt. „Aber wir wollen keine Spendengelder. Es langt uns, die Trauer und Anteilnahme der Leser zu spüren.“ Eventuell wolle man die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen, „so unter Hundemenschen“ habe er angeboten, bei einem eventuellen Streitfall für die Auringer einzustehen.

Derzeit warte man auf das Ergebnis von Aikos Untersuchung der Gießener Pathologie. Damit soll die Aussage des mutmaßlichen Täters überprüft werden, der behauptet, das Tier habe ihn zuerst angegriffen und er habe sich lediglich gewehrt. (df)

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