Brückensperrung: Staus um Mainz und Wiesbaden

Mehrere Auffahrunfälle

Brückensperrung: Staus um Mainz und Wiesbaden

Seit Sonntag ist die Theodor-Heuss-Brücke vier Wochen lang für den Autoverkehr gesperrt. Am Montag waren die Auswirkungen der Brückensperrung bereits spürbar - vor allem auf den Autobahnen.

Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei Heidesheim gegenüber Merkurist sagt, staute es sich am Morgen vor allem auf der A60 in Richtung Darmstadt. Auch auf der A643 gab es in beiden Richtungen Stau. Gerade an den Anschlussstellen Gonsenheim und Mombach sowie am Dreieck Mainz mussten Autofahrer mit Verzögerungen rechnen, so Matthias Bockius, Sprecher der Polizei Mainz. Gegen 11 Uhr hatte sich die Verkehrssituation beruhigt.

Unfälle mit Blechschaden

Auf der Weisenauer Brücke kam es zudem gegen 6 Uhr in Richtung Darmstadt zu einem Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Dabei sei niemand verletzt worden, es habe lediglich Sachschaden gegeben, so der Sprecher der Autobahnpolizei. Die linke Fahrspur war blockiert, da ein Auto abgeschleppt werden musste. Zudem gab es noch weitere Unfälle, unter anderem auf dem Mittelstreifen der A60 bei Hechtsheim, wie die Polizei Mainz berichtet. Auch hier waren mehrere Fahrzeuge beteiligt, es gab keine Verletzten, berichtet Matthias Bockius. Auch an der Anschlussstelle Ingelheim-West gab es einen Unfall mit Blechschaden. Hier staute sich der Verkehr bis zum Dreieck Nahetal zurück. Gegen 9:30 Uhr lösten sich die Staus wieder auf.

Die Polizei bat Autofahrer via Twitter darum, Rettungsgassen zu bilden. Außerdem sollten die Verkehrsteilnehmer ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden einhalten, den Warnblinker am Stauende setzen und Standstreifen freihalten.

In der Innenstadt von Mainz war es am Montagmorgen dagegen relativ ruhig. Größere Staus gab es vor allem auf der Wormser Straße stadtauswärts in Richtung A60, aber auch in Gonsenheim und am Mombacher Kreisel, wie ein Polizeisprecher berichtet. Auch auf der B9 aus Richtung Laubenheim staute sich der Verkehr. An der Weisenauer Straße regelte die Polizei zeitweise den Verkehr.

Wie die Mainzer Mobilität meldet, gab es wegen der Staus vor allem auf den Linien 60, 61 und 63 Verspätungen. Aber auch auf den anderen Linien musste mit Verzögerungen gerechnet werden. Zudem verkehrten die Straßenbahnen zeitweise nur zwischen Finthen und Zollhafen sowie zwischen Lerchenberg und Hechtsheim. Grund dafür war ein Unfall:

In Fahrtrichtung Wiesbaden kam es in Finthen ab circa 8:15 Uhr zu Staus. Auf der A60, die auf die A643 führt, staute sich der Verkehr ab Höhe Finthen. Dort waren Pendler unterwegs, die über die Schiersteiner Brücke nach Wiesbaden wollten. Da die Auffahrt Mainz-Mombach noch immer wegen der Dauerbaustelle für die neue Schiersteiner Brücke gesperrt ist, bleibt dort aktuell nur die eine Möglichkeit auf die A643 aufzufahren.

Viele Pendler stiegen aber auf Bus und Bahn um. So auch Rebekka, die der Sperrung auch etwas Gutes abgewinnen konnte. „Für mich kommt die Sperrung gelegen, weil ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln jetzt gut durch komme und so einen Bus später nehmen kann“, sagte sie. „So stehe ich nicht mehr jeden Morgen 25 Minuten in Kastel rum, wie ich es sonst seit der Fahrplanänderung im Dezember musste.“

So sieht es in Wiesbaden aus

Auf der hessischen Rheinseite selbst blieben befürchtete Staus im Stadtteil Biebrich im frühen Berufsverkehr noch aus. Dort rechneten die Anwohner mit vollen Straßen, wenn Pendler aus verschiedenen Stadtteilen auf die Schiersteiner Brücke ausweichen. Doch sowohl die Zufahrt über die Äppelallee, als auch über die Rheingaustraße, die am Rheinufer entlang läuft, waren am frühen Morgen noch gut befahrbar. Ebenso war der Verkehr in der Innenstadt auf der Schiersteiner Straße und dem ersten Ring nicht dichter, als an anderen Werktagen.

Eng wurde es für Autofahrer aus Wiesbaden ab circa 8:30 Uhr. Weil viele Pendler die Schiersteiner Brücke über die Abfahrt Mombach verlassen wollten, um in die Mainzer Innenstadt zu fahren, kam es dort zu Stau mit extremen Wartezeiten. (js/df)

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