Wo gibt es die beste Currywurst?

Die Fleischwurst gehört zu Mainz wie der Dom. Doch auch die Currywurst hat sich hier etabliert. Es gibt etliche Imbissbuden und Restaurants, die das Gericht mit der würzigen Soße anbieten. Wir haben einige Läden getestet.

Wo gibt es die beste Currywurst?

Rund 800 Millionen Currywürste werden pro Jahr in Deutschland gegessen. Die Currywurst zählt somit zu den beliebtesten Fastfood-Snacks der Deutschen. Erfunden (1949) und patentieren (1959) lassen hat sie die Berlinerin Hertha Heuwer. Während sich die Bewohner Berlins, Hamburgs und des Ruhrpotts darum streiten, wer die beste Currywurst hat, gibt es auch in Mainz einige Imbissbuden und Lokale, darunter sogar eine „preisgekrönte“, die schmackhafte Currywürste anbieten. Da es in Mainz eine unglaublich große Auswahl an Currywurst-Imbissen gibt, haben wir uns beim Testessen auf vier von den Lesern vorgeschlagene Angebote konzentriert.

Quick Pick

Fast etwas unscheinbar hat das Quick Pick in der Haifa-Allee direkt am Real-Markt im wahrsten Sinne des Wortes sein Zelt aufgeschlagen. Neben einer großen Drehtür, durch die man in den Markt kommt, befindet sich die Wurstausgabe. Hier werden die Kunden freundlich und prompt bedient. Eine Currywurst (auch Rindswurst) mit Pommes kostet 4,90 Euro, mit Brötchen 2,80 Euro. Die Wurst kommt aus einem Betrieb im Westerwald.

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Die Soße ist eine Spezialanfertigung, die der Imbiss seit nunmehr 25 Jahren vom gleichen Lieferanten bezieht. „Wie der Lieferant heißt, bleibt unser Geheimnis", so der Inhaber des Quick Pick. "Aber die Wurst und Soße sind der Grund, warum wir viele Kunden haben, die extra von der Autobahn abfahren, um bei uns zu essen.“

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Und in der Tat, die Wurst schmeckt wirklich lecker und hat einen kräftigen delikaten Geschmack. Auch die Soße ist besonders würzig und geschmacksintensiv. Dass die Quick Pick-Wurst auch über die Grenzen von Mainz hinaus bekannt ist, zeigt eine Auszeichnung von Pro 7-Essenstester „Jumbo“ Schreiner, der die Quick Pick-Currywurst 2010 als „beste Wurst vor Ort“ prämiert.

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Beim Peter

Am Sömmeringplatz befindet sich der Imbiss „Beim Peter“. Inhaber Peter Leussler serviert seinen Kunden Würste aus einer Landmetzgerei im Schwarzwald und original Frankfurter Rindswürste. Seine Currysauce verfeinert Peter mit Kokosmilch, Chili und Cola. Testesser Leo findet die Soße gelungen. Die Konsistenz sei zwar etwas dickflüssig, der Geschmack aber überraschend gut.

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„Die gewisse Süße und die minimale Schärfe ergänzen sich perfekt", sagt Leo. Das Preisleistungsverhältnis sei unschlagbar. Eine große Portion (2 Würste) gibt es für 4,00 Euro, die kleine kostet 3 Euro. Pommes sind jeweils inklusive. Obendrauf erhalten die Kunden noch ein kleines Eis am Stiel gratis.

Curry Kartell

Seit Herbst 2015 gibt es in der Lothar-Straße das Curry Kartell. Die Inhaber-Brüder Tilman und Christian Au lassen ihre Würste, die von Tieren aus dem Taunus, dem Hunsrück und der Eifel stammen, nach einer speziellen „Curry Kartell-Rezeptur“ produzieren.

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Bei den Currysoßen haben die Kunden drei Varianten zur Auswahl. Entweder sämig-tomatig, kräftig-würzig mit Senfkörnern oder fruchtig-süß. Zubereitet werden sie von einem Drei-Sterne-Koch. Auf der Speisekarte steht auch eine vegane Currywurst.

Laut Tilman Au kommt sie gut an und macht zehn Prozent des Umsatzes des Ladens aus. Auch Testesser Ralf hat sich für die vegane Wurst entschieden: „Für eine vegane Wurst ist sie sehr geschmacksintensiv und gut gewürzt.“ Die pikante Sauce, so Ralf, könnte jedoch etwas schärfer sein. Generell ist es aber möglich nachzuwürzen. „Ein Nachteil ist auch, dass man von einer Portion nicht satt wird, die doppelte Portion ist dann zu teuer“, so Ralf. Die Schweins-, Rinds- oder Kalbscurrywurst kostet mit Brötchen 3,50 Euro, die vegane Wurst kostet 40 Cent mehr. Die „Doppelte Currywurst“ gibt es für 6,80 Euro. Wer Pommes als Beilage will, zahlt 2,50 Euro für die kleine und 3,00 Euro für die große Portion zusätzlich.

Best Worscht in Town

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In der Augustinerstraße befindet sich seit 2010 eine Filiale der Kette Best Worscht in Town. Hier bekommt der Kunde seine Wurst in weniger als einer Minute serviert. Bei den Soßen, die exklusiv für die Kette hergestellt werden, haben die Wurstesser die Qual der Wahl. Neun ständige und eine wöchentlich wechselnde Currysoße von „Cheezy“ über „BBQ“ bis hin zu „Lemon“ sind hier im Angebot. Zusätzlich kann der Kunde zwischen sieben Schärfegraden wählen.

Testesser Leo entscheidet sich für die Soße „Pirat“, die unter anderem aus Lemon und Bärlauch hergestellt wird. „Der Geschmack ist auf jeden Fall interessant und gut.“ Ihre Schweins- und Rindswürste bezieht die Kette aus einer Großmetzgerei aus dem Raum Köln. „Die Wurst ist knackig, auf den Punkt gebraten und nicht lasch“, sagt Leo. Die Currywurst mit Brot, das exklusiv von einer Frankfurter Bäckerei für die Kette geliefert wird, kostet 3,10 Euro, die doppelte Portion 5,70 Euro. Pommes gibt es ab 1,90 Euro extra.

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