Geschwindigkeitsmessungen: So viel nimmt die Stadt Mainz an Bußgeld ein

Und so viel zahlt sie an Personalkosten wieder drauf

Geschwindigkeitsmessungen: So viel nimmt die Stadt Mainz an Bußgeld ein

Um die Verkehrssicherheit auf den Mainzer Straßen zu gewährleisten, führt das Verkehrsüberwachungsamt im gesamten Stadtgebiet regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durch. Wer sich dann nicht an das vorgegebene Tempo-Limit hält, muss ein Bußgeld zahlen. Doch wie viele Kontrollen führt die Stadt Mainz überhaupt jedes Jahr durch und wie hoch sind die Bußgeld-Einnahmen, die die Stadt dadurch generiert? Unter anderem diese Fragen stellte nun auch die Mainzer FDP im Stadtrat – die Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne) antwortete.

Dieses Bußgeld nimmt die Stadt ein

Demnach führte die Stadt im Jahr 2020 an die 2100 Kontroll-Aktionen durch. In diesem Jahr sind es bisher lediglich rund 1200. Wie die Verkehrsdezernentin sagt, sei der Unterschied zum Vorjahr mit dem pandemie-bedingten geringeren Verkehrsaufkommen zu erklären. Aber auch technische Ausfälle der Geschwindigkeitsmessanlagen, wie zum Beispiel der Totalschaden eines Messfahrzeuges und eine anschließende Lieferverzögerung beim Ersatzfahrzeug, seien neben anderen Gründen anzuführen.

Während im vergangenen Jahr fast 42.800 Geschwindigkeitsverstöße registriert wurden, sind es 2021 bisher nicht ganz 26.700 Verstöße. Damit verzeichnet die Stadt in diesem Jahr Bußgeldeinnahmen von etwas mehr als 530.000 Euro. Im Jahr 2020 waren es sogar etwas mehr als eine Million Euro. Einen Gewinn macht die Stadt dabei aber nicht. So beliefen sich die Personalkosten im letzten Jahr auf nicht ganz 850.000 Euro und die damit einhergehenden Sachkosten (Verwaltungs- und Wartungskosten) bei rund 197.000 Euro. In diesem Jahr sind die Geschwindigkeitskontrollen bisher ein Minus-Geschäft: 530.000 Euro Einnahmen stehen 753.000 Personalkosten und 190.000 Euro Sachkosten gegenüber (Stand Oktober 2021).

Angriff auf neuen Blitzer-Trailer

Mit im Einsatz bei den Geschwindigkeitsmessungen ist mittlerweile auch ein Blitzer-Trailer. Unter anderem stand dieser bisher an der Rheinstraße, der Rheinallee sowie an der Kaiserstraße und in der Peter-Altmeier-Allee auf Höhe der Theodor-Heuss-Brücke. Dabei löste er bisher insgesamt mehr als 6700 Mal aus.

Einen Anschlag hat das neue Gerät aktuell auch schon hinter sich. Wie aus der Anfrage hervorgeht, wurde das Sichtfenster des Trailers mit schwarzer Farbe besprüht. Die Behebung des Schadens war dann verhältnismäßig günstig. Für eine Flasche Graffiti-Entferner (500 ml) musste die Stadt inklusive der Mehrwertsteuer 79,73 Euro ausgeben.

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