„Vodafone“ schließt Standort in Mainz

Gewerkschaft kritisiert Vorgehen

„Vodafone“ schließt Standort in Mainz

Das Telekommunikationsunternehmen „Vodafone“ wird seinen Standort in Mainz schließen. Das bestätigt ein Sprecher des Konzerns gegenüber Merkurist. Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung über die geplante Schließung berichtet.

Laut Unternehmenssprecher plant Vodafone, den Standort Mitte 2021 zu schließen. Grund dafür sei ein auslaufender Mietvertrag. Arbeitsplätze fielen dadurch nicht weg. „Vielmehr soll den knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten werden, ihre Arbeit aus anderen Standorten im Rhein-Main-Gebiet zu erledigen“, so der Sprecher.

Wie die Gewerkschaft Verdi berichtet, sei den Beschäftigten die Schließung am 27. Mai per Videokonferenz mitgeteilt worden. Am 1. Juni 2021 werde der Standort geschlossen. Für die betroffenen Mitarbeiter bedeute die Verteilung auf andere Standorte mehr Fahrtzeiten und -kosten – „zumal ein Teil von ihnen aufgrund der Schließung in Neustadt schon nach Mainz versetzt wurden und nun noch weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen“.

Deshalb sollen perspektivisch mehr Homeoffice-Arbeitsplätze angeboten werden. Offenbar plant Vodafone das auch. Der Sprecher sagt: „Für Vodafone ist dabei seit Jahren selbstverständlich, dass ein Teil der Aufgaben auch aus dem Homeoffice erbracht werden kann, sofern die jeweilige Tätigkeit keine Anwesenheit vor Ort verlangt.“ Deshalb seien die Veränderungen für jeden Einzelnen der knapp 50 Mitarbeiter überschaubar. (df)

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