Kuriose Geschichten aus Mainz

Gaga-Spuren, „Essen auf Rädern“ und kuriose S-Bahn-Anzeige – wir stellen Euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz und Umgebung ereignet haben.

Kuriose Geschichten aus Mainz

Seit Merkurist im Jahr 2015 an den Start ging, haben wir immer wieder über lustige, kuriose und skurrile Vorfälle berichtet. In unserer Serie stellen wir Euch die besten Geschichten noch einmal vor. Heute: Teil 9.

S-Bahn-Anzeige sorgt für Lacher

Das hätte so mancher gefeiert: per S-Bahn in den Sommerurlaub! Glaubt man zumindest der Anzeige einer S-Bahn am Mainzer Hauptbahnhof im Januar 2020, könnte es von hier aus direkt ins spanische Barcelona gehen.

Übrigens: Mit dem Fernverkehr dauert es von Mainz aus zwölf bis 20 Stunden, bis man am Bahnhof „Barcelona Sants“ ankommt - und dabei müsste man noch drei- bis fünfmal in Deutschland, der Schweiz und Frankreich umsteigen. Da wäre eine Direktverbindung doch eigentlich ganz nett.

Die Auflösung des Ganzen: Offenbar hatte der Zugfahrer der S6 nach Bensheim die Anzeige für eine Rangierfahrt reingeschrieben.

Polizei stoppt Festival-Besucher

August 2019: Eine Gruppe von rund 50 Techno-Fans aus dem Raum Freiburg ist mit ihren Wohnanhängern, Zelten und einem eigenen Bieranhänger auf der A61 bei Bornheim unterwegs – auf dem Weg zum Festival „Nature One“. Den Bieranhänger hatte die Gruppe mit Kühlschränken und anderen Gegenständen so vollgestopft, dass er mehr als ein Drittel überladen war.

Das fiel auch Polizeibeamten der Verkehrsdirektion auf, die den 23-jährigen Fahrer des Anhängers stoppte. Dieser musste dann erst einmal abladen. Zurück blieb aber nichts. Denn das Bier und die anderen Gegenstände wurden schnell auf die übrigen Fahrzeuge des Trosses verteilt. Das Bußgeld in Höhe von 235 Euro nahm der 23-Jährige gelassen hin. „Es geht ja durch 50“, war seine Antwort gegenüber den Polizisten. Den Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei behielt der 23-Jährige aber ganz allein.

Gaga-Spuren in der Kaiserstraße

Was war denn da an der Baustelle in der Kaiserstraße los? Anstatt einer geraden Spurmarkierung hatten Arbeiter am 13. Januar 2020 auf die Straße nur wilde Schlangenlinien aufgetragen. Wer hier der Fahrbahnmarkierung folgte und in Schlangenlinien fuhr, musste jedenfalls keine Strafe fürchten.

Im Gegenteil: Die Polizei Mainz gab sogar ihren Segen zum Straßen-Slalom. „Wenn hier jemand in Schlangenlinien fährt, wäre das in diesem Fall nicht schlimm. Die Verkehrsführung ist ja an dieser Stelle so vorgegeben“, sagte ein Polizeisprecher im Scherz. „Möglicherweise war der Arbeiter beim Auftragen der Spur ein bisschen müde“, so der Sprecher weiter.

Polizei liefert „Essen auf Rädern“ aus

Dein Freund und Helfer! Bei einem Unfall in Hechtsheim im Februar 2018 wurde der 89-jährige Verursacher leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Gegenüber der Polizei gab er an, dass er das Mittagessen für seine gleichaltrige und gebrechliche Lebensgefährtin im Auto habe. Die Polizisten nahmen sich der Sache an: Sie luden das Essen in den Streifenwagen und fuhren es zur unweit gelegenen Wohnung. Pünktlich zur Mittagszeit konnte die Hechtsheimerin ihre warme Mahlzeit einnehmen und zeigte sich höchst erfreut über ihr „Essen auf Rädern“.

Fahrschule sorgt für Lacher

„Liebe(r) Zettelschreiber(in), wir haben gemeinschaftlich beschlossen, Sie hiermit zum Hobby-Bobby des Jahres 2019 zu ernennen.“ Mit diesem Facebook-Post ist die Fahrschule „Baroli“ quasi über Nacht auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt geworden und sorgte für einige Lacher. Worum es dabei genau ging, lest Ihr hier. (df)

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