Diese kuriosen Geschichten ereigneten sich in Mainz

Ein kurioser Werkstattbesuch, ein lebensmüder Fernbus-Fahrer und ein vollkommen missglückter Ausparkversuch - wir stellen Euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz und Umgebung ereignet haben.

Diese kuriosen Geschichten ereigneten sich in Mainz

Seit Merkurist im Jahr 2015 an den Start ging, haben wir immer wieder über lustige, kuriose und skurrile Vorfälle berichtet. In unserer Serie stellen wir Euch die besten Geschichten noch einmal vor. Heute: Teil 8.

Betrunkener will ausparken — und richtet Chaos an

Im September dieses Jahres wollte ein 64-Jähriger vor seinem Wohnhaus im Niersteiner Stadtteil Schwabsburg einfach nur ausparken — und richtete dabei ein beispielloses Chaos an.

Der Mann versuchte in der Hauptstraße mit seinem Auto längs aus einer Parklücke auszuparken. Dabei beschleunigte er zu stark und stieß zunächst gegen das vor ihm stehende Auto. Er setzte dann zurück und stieß dabei gegen das Auto hinter ihm. Als er noch einmal nach vorne fuhr, crashte er ein zweites Mal gegen das vordere Auto. Daraufhin setzt er wieder zurück und stieß gegen ein drittes Fahrzeug und schob es gegen einen Hauseingang, der dabei ebenfalls beschädigt wurde.

Der Polizei gegenüber gab der Fahrer zunächst an, dass sein Auto einen technischen Defekt hätte. Die Polizei stellte jedoch fest, dass er alkoholisiert war — was wohl eher der Grund für den Unfall war. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Der Gesamtschaden: 15.000 Euro.

Kurioser Werkstattbesuch

Als Merkurist-Leserin Simone im Juni 2017 ihren quietschgrünen VW zum Routinecheck in die Werkstatt brachte, ahnte sie noch nicht, was für eine verrückte Geschichte auf sie zukommen sollte. Am folgenden Tag erhielt sie um kurz nach 12 Uhr einen Anruf aus der Autowerkstatt: „Das Auto weist keinerlei Mängel auf, Sie müssen sich aber dennoch auf hohe Kosten einstellen“, so der Werkstattmitarbeiter. „Das Auto ist nämlich weg.“

Kurz bevor das Auto die TÜV-Plakette bekommen hätte, wurde Simones VW zusammen mit einem anderen Auto vom Hof der Werkstatt gestohlen. Simone rief die Polizei an, postete einen Suchaufruf auf Facebook und konnte nun nichts weiter tun als abwarten. Stunden später rief eine Kollegin an: „Du wirst es nicht glauben, aber dein Auto fährt gerade am Hartenberg vor meiner Nase.“

Simone informierte die Polizei, die umgehend reagierte und mehrere Streifenwagen losschickte. Am Mombacher Kreisel entdeckten die Polizisten Simones Auto, es kam zu einer Verfolgungsjagd mit den Autodieben. An der Lindengasse gelang es den Beamten schließlich, das Auto unbeschädigt anzuhalten. Obwohl die Fahrer noch zu Fuß fliehen wollten, konnte die Polizei sie festnehmen. Die Täter: drei 14-jährige Jungs. Die ganze Geschichte könnt Ihr hier lesen.

Fernbus-Fahrer tippt bei Tempo 110 auf seinem Handy rum

Kurios, aber auch gefährlich: Im Oktober 2017 stieg der Siegener Christian im Mainzer Hauptbahnhof in einen Fernbus und setzte sich direkt hinter den Fahrer — doch das war keine gute Idee. Denn kaum losgefahren, packte der Busfahrer sein Smartphone aus. Immer wieder habe der Fahrer, so Christian, Whatsapp und Facebook geöffnet, Smileys, Herzchen und Sprachnachrichten geschickt — alles während der Fahrt. „Auch auf der Autobahn bei Tempo 110 tippte er immer wieder auf seinem Handy herum“, so Christian. „Ich hatte schon Angstzustände, es war wirklich krass.“

In Nordrhein-Westfalen angekommen, erstattete Christian Anzeige bei der Polizei Siegen-Wittgenstein. Auch Flixbus reagierte. „Die Sicherheit der Fahrgäste und Fahrer hat für uns oberste Priorität. Verstöße wie diese tolerieren wir keinesfalls und verfolgen sie konsequent nach. Der vorliegende Fall wurde umgehend an den entsprechenden Buspartner weitergeleitet, um den Fahrer auf sein Fehlverhalten hinzuweisen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.“

Das siebte Gleis

1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, hä? Im Mainzer Hauptbahnhof folgt auf Gleis 6 direkt Gleis Nummer 8. Das siebte Gleis scheint genauso zu fehlen wie die Gleise 9, 10 und 12. Doch was steckt dahinter?

Auch wenn Gleise nicht für Fahrgäste ausgeschildert sind, heißt das nicht unbedingt, dass sie nicht existieren. Am Mainzer Hauptbahnhof gibt es beispielsweise sehr wohl ein Gleis 12 — es wird aber nicht für den öffentlichen Personenverkehr genutzt.

Dennoch: Gleis 7 gibt es tatsächlich nicht. Oder nicht mehr: „In der Vergangenheit gab es im Mainzer Hauptbahnhof ein Gleis 7 — dieses wurde vor einigen Jahren entfernt“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn. Denn fünf Jahre lang wurde der Bahnhof bis Ende 2003 umgebaut. Es war der letzte große Umbau, die Kosten lagen bei rund 58 Millionen Euro. Dabei wurde die große, gusseiserne Bahnhofshalle von 1939 komplett abgerissen und durch eine Überbauung aus Stahlbeton ersetzt. Für einen neuen Bahnsteig musste dann Gleis 7 weichen: Genau an dieser Stelle wurde zwischen 6 und 8, wo zuvor kein Bahnsteig war, ein zusätzlicher schmalerer Durchgangsbahnsteig gebaut. (ts)

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