5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Wir stellen euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten. Heute: der achte Teil.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Riesen-Fontäne, penetrantes Piepen und Fernsehgarten-Skandal: Hier sind fünf kuriose Geschichten aus Mainz (hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 und Teil 7).

Frau verliert ihr Auto in Mainz

„Ey Mann, wo is‘ mein Auto?“ – so lautet der Titel eines Films mit Ashton Kutcher aus dem Jahr 2000. Dieselbe Frage dürfte sich aber auch die Marburgerin Anja im Jahr 2015 gestellt haben. Die Frau war auf einer Tagung in Mainz und hatte ihr Auto im Stress in einer Seitenstraße abgestellt. Die Straße fand sie nicht wieder und musste schließlich mit dem Zug nach Marburg fahren. Auch die Polizei konnte den silbernen Wagen nicht ausfindig machen. Der Radiosender „Antenne Mainz“ mobilisierte später seine Hörer in der Morning Show „Guten Morgen Mainz“.

Und tatsächlich meldete sich nach insgesamt fast einer Woche eine Hörerin beim Sender. Anjas Auto wurde unversehrt gefunden: in der Gärtnergasse. Ein Knöllchen gab es nicht – trotz einer Woche Parkens in der Innenstadt.

15-Meter-Fontäne am Markt

Im Oktober 2017 erlebten die Mainzer ein besonderes Schauspiel – und das mitten am Markt. Direkt neben dem „SinnLeffers“ schoss eine 15 Meter hohe Wasserfontäne in die Luft. Ursache war laut Stadtwerken, dass sich ein Marktbeschicker ein Standrohr der Mainzer Netze ausgeliehen hatte. Als er es wieder entfernen wollte, vergaß er, das Wasser abzudrehen. Daraufhin schoss das Wasser heraus – das Ganz dauerte etwa eine halbe Stunde.

Piepen raubt Bewohnern den Schlaf

Ist es ein Kauz? Ein Vogel? Eine rostige Schaukel? Im Frühjahr 2017 raubte ein penetrantes Piepen Bewohnern des Münchfelds den Schlaf. „Ich höre die Geräusche auch bei geschlossenem Fenster“, klagte damals eine Bewohnerin, „Wie oft ich dem Vieh schon den Hals umdrehen wollte“ ein anderer.

Ein Sprecher des Nabu klärte die Sache schließlich auf: „Das sind junge Waldohreulen. Ihr Fiepen hat den unverwechselbaren Klang einer rostigen Schaukel.“ Die Waldohreule sei ein typischer Siedlungsvogel, der in mehreren Mainzer Stadtteilen immer mal wieder gemeldet werde. Außerdem sehen die Eulen ein bisschen aus wie Teddybären.

Irische Traveller sorgen für Unmut

Auf dem Platz dröhnt der Bass, Motoren heulen auf, Reifen quietschen, Menschen grölen. An der Ochsenwiese in Ginsheim-Gustavsburg campten im Sommer 2016 rund 300 irische Traveller – und das ohne vorherige Genehmigung.

Die Traveller leben in Wohnwagen und fahren immer wieder gemeinsam durch Europa. Damals verschlug es sie in den Stadtteil Gustavsburg, weil sie einen Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt in Wiesbaden besuchen wollten. Ein Jahr zuvor waren die Pilger an der Maaraue in Kostheim. Immer wieder gab es viel Protest unter den Einheimischen.

In den Jahren danach konnten Kostheim und Ginsheim-Gustavsburg aber verhindern, dass die Pilger erneut in der Gegend aufschlagen.

Mockridge-Skandal

Telefonieren mit einer Banane, Achselfurzen und Affengeräusche: Mit seinem ZDF-Fernsehgarten-Auftritt sorgte Comedian Luke Mockridge im August 2019 für mächtig Ärger. Zunächst wurde gerätselt, was der Comedian sich nur bei diesem Auftritt gedacht hatte. Später stellte sich heraus: alles ein großer PR-Gag. Mockridges Gaga-Auftritt war Teil eines Einspielers der Sat1-Show „Luke! Die Greatnightshow“.

In einem Interview sagte Mockridge später in Richtung der Medien: „Danke, dass sie unsere kleine süße Nummer, die eine tolle Auflösung erfahren wird, so groß gemacht haben! Auch wenn das gar nicht unser Ziel war: PR-technisch ist es perfekt für uns gelaufen.“ Zwischenzeitlich schlug Mockridges Auftritt so hohe Wellen, dass ein Mann aus Berlin ihn bei der Polizei angezeigt hatte. Der Vorwurf: Beleidigung. Wenig später zog der Mann die Anzeige jedoch wieder zurück.

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