Diese kuriosen Geschichten ereigneten sich in Mainz

Hundefleisch-Restaurant in der Neustadt, Mann im Pikachu-Kostüm fällt in den Rhein und Kokser bittet Polizei um Hilfe - wir stellen Euch weitere skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten.

Diese kuriosen Geschichten ereigneten sich in Mainz

Seit Merkurist im Jahr 2015 an den Start ging, haben wir immer wieder über lustige, kuriose und skurrile Vorfälle berichtet. In unserer Serie stellen wir Euch die besten Geschichten noch einmal vor. Heute: Teil 7.

Kokser bittet Polizei um Hilfe

Atemnot, Schwindel, Herzrasen: Einem 33-Jährigen machte im August 2017 der Konsum von Kokain ganz schön zu schaffen. Normalerweise geht man mit solchen Symptomen zu einem Arzt oder direkt ins Krankenhaus. Der 33-Jährige ging einen anderen Weg: Im Mainzer Hauptbahnhof wandte er sich an Beamte der Bundespolizei!

Auf Nachfrage, ob er noch Drogen mit sich führe, entschuldigte er sich und gab den Polizisten seinen Geldbeutel. Darin befanden sich noch 0,4 Gramm Kokain. Den Polizisten sagter er, dass er zum ersten Mal Drogen konsumiert habe. Wären ihm die Nebenwirkungen „des Zeugs“ bekannt gewesen, hätte er dafür nicht soviel Geld ausgegeben.

Shitstorm gegen Hundefleisch-Restaurant

Da hatte jemand eine Marktlücke entdeckt: Der Koreaner Pak Pong-ju eröffnete Ende April 2017 in Mainz das erste Hunderestaurant Deutschlands. „Es gibt unheimlich leckere Hundegerichte!“, zitierte ihn das Magazin „Stuz“. Das Fleisch beziehe er aus einer Hundezucht in Tschechien, auch Kooperationen mit heimischen Tierheimen könne er sich vorstellen. Den Vorwurf der Tierquälerei wies er als „Bullshit“ zurück.

Bullshit war es natürlich auch, dass in der Mainzer Neustadt ein Hunderestaurant eröffnet hatte. Es handelte sich lediglich um einen Aprilscherz der „Stuz“. Das verstand aber nicht jeder sofort. Auf der eigens für den Gag eingerichteten Facebook-Seite des Hunderestaurants, tobte ein Shitstorm. „Krank“, „Ihr sollt elendig verrecken ihr SCHWEINE“, und „Grausam, dass solche Leute noch nicht im Knast sitzen“ waren nur einige der Kommentare. Andere fanden die Idee anscheinend gar nicht so schlecht: Ein Weinhändler bot dem Restaurant sogar seinen Wein zum Verkauf an. Und es gab gleich mehrere Reservierungen für die angebliche Eröffnung am 28. April.

Unverschämte Unfallflucht

Besonders dreist verhielt sich ein Unfallverursacher im August dieses Jahres in der Schönbornstraße. Nachdem er einen Wagen beschädigt hatte, hinterließ er lediglich eine kuriose Notiz.

Ein 26-jähriger Mann hatte sein Auto am rechten Fahrbahnrand geparkt. Am nächsten Tag ging er zurück zu seinem Fahrzeug und fand an der Windschutzscheibe einen Zettel mit folgendem Text: „Auto beim Ausladen beschädigt, Pech gehabt“. Das Auto hatte Kratzspuren an der Stoßstange und an der hinteren rechten Tür. Vom Unfallverursacher fehlte jede Spur.

Mann im Pikachu-Kostüm fällt in den Rhein

Wasserrettungen sind in Mainz nicht ungewöhnlich, besonders werden sie aber, wenn der Gerettete ein absurdes Kostüm dabei trägt. So geschehen am 13. August 2016.

Der 23-Jährige aus Marienborn trug ein Pikachu-Kostüm, als er am Adenauer-Ufer abrutschte und in den Rhein fiel. Ein Rettungsschwimmer (22) aus Hochheim war sofort hinterher gesprungen, um den jungen Mann zu retten. Die Strömung war jedoch so stark, dass er an ihm vorbeitrieb.

Ein Happy End gab es dennoch: Feuerwehrleute warfen den Männern Rettungsringe zu. Der Rettungsschwimmer konnte aus eigener Kraft an einer Treppe flussabwärts aus dem Wasser gehen. Der 23-jährige „Pikachu“ wurde an Bord eines Rettungsbootes gezogen und in Sicherheit gebracht.

Luftballon sorgt für Zugausfälle

Am 12. Juni 2019 fielen im Rhein-Main-Gebiet gleich mehrere Züge aus. Ungewöhnlich daran war aber nur der Grund: Am Mainzer Hauptbahnhof hing ein Luftballon an der Oberleitung. Die Folge: Verspätungen, Umleitungen und Teilausfälle. Nach etwa 40 Minuten gab es Entwarnung: „Die Gleissperrungen wurden inzwischen wieder aufgehoben und die Züge verkehren wieder planmäßig.“ (df)

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