5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Wir stellen euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten. Heute: der siebte Teil.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Kuriose Kontrolle, Mäusekopf im Fertigsalat und zwei Mal Gutenberg-Marathon: Hier sind fünf kuriose Geschichten aus Mainz (hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6).

Kuriose Kontrolle in der Neustadt

Im Februar 2020 kontrollierten Polizisten in der Rheinallee einen 39-jährigen Rüsselsheimer mit seinem Range Rover. Der Mann machte freiwillig einen Atemalkoholtest, der 0,7 Promille ergab. Da sein Beifahrer ebenfalls alkoholisiert war und somit das Auto nicht wegfahren konnte, rief der 39-Jährige einen Bekannten (37) an.

Das Problem: Als der 37-Jährige aus Rüsselsheim mit seinem Auto in der Rheinallee eintraf, stellten die Polizisten auch bei ihm Alkoholgeruch fest. Der Atemalkoholtest bei dem 37-Jährigen ergab 1,3 Promille. Der 39-Jährigen erhielt eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit, der 37-Jährigen eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Maus läuft durch Verkaufstheke

Baguettes, Salate und Kaffees – das erwartet man eigentlich in einer Bahnhofsbäckerei. Im August 2017 machte ein Mainzer allerdings eine ganz andere Entdeckung: In der Verkaufstheke eines Mainzer Bahnhofsbäckers rannte neben Gouda-Kochschinken-Baguettes eine Maus hin und her.

„Nach fünf Minuten habe ich den Verkäufer gefragt, ob er nicht etwas machen wolle“, sagte ein Leser gegenüber Merkurist. Der habe gesagt „Ich bin nicht Chef“ und keine weitere Reaktion gezeigt. Immer wieder sei die Maus unter und auf der Metallschiene, auf der sich die Baguettes befinden, hin- und hergelaufen. Er informierte das Ordnungsamt. Das Unternehmen zeigte sich einsichtig: „Wir setzen alles daran, das Problem unverzüglich zu beheben und alle erforderlichen Maßnahmen schnellstmöglich in die Wege zu leiten.“ Seitdem sind keine weiteren Mäusebesuche bekannt.

Wieder eine Maus – diesmal ohne Kopf

Ähnliche Geschichte, noch größerer Ekelfaktor: Die Mainzerin Sarah fand im September 2015 in dem Fertigsalat eines Discounters etwas, das dort eigentlich nicht hineingehört: einen Mäusekopf.

Weil der Discounter nicht wirklich auf ihre Beschwerde einging, machte sie den Vorfall auf Facebook öffentlich. „Ich habe bereits darauf gekaut und ihn schließlich ausgespuckt, da mir klar wurde, dass es sich um etwas handeln musste, was im Salat nichts zu suchen hat“, schrieb sie in dem Post. Die wichtigste Frage beantwortete sie gleich mit: „Wen es interessiert: Ein Mäusekopf schmeckt nussig.“

Das Marathon-Baby

Den Gutenberg-Marathon 2002 werden Georg Supp und seine Frau nie vergessen. Als der Läufer aus dem Breisgau gegen 9:30 Uhr auf die Strecke ging, ahnte er nicht, dass bei seiner schwangeren Frau rund 90 Minuten später die Wehen einsetzen sollten. Während Georg Supp die letzten Kräfte mobilisierte und ins Ziel einlief, war seine Frau schon auf dem Weg in den Kreißsaal. Strecken-Moderator Klaus Hafner klärte den ahnungslosen Läufer im Ziel auf und der schaffte es gerade noch rechtzeitig zur Geburt von Sohn Lasse ins Krankenhaus.

Verzockt

Und wieder Gutenberg-Marathon: Im Jahr 2001 hatte der Kenianer Francis Mbiu noch den Marathon gewonnen. Nachdem er im Jahr darauf nur an Position Fünf ins Ziel kam, hatte sich Mbiu für den Mainz-Marathon 2003 besonders viel vorgenommen. Doch der Kenianer sollte sich total verzocken. Auf den ersten Kilometern powerte sich Mbiu bei heißen Temperaturen völlig aus und musste den Marathon irgendwo in AKK aufgeben. Offenbar hatte er danach Probleme, den Weg zurück auf die „richtige“ Rheinseite zu finden und galt für Stunden als verschollen. Am frühen Abend wurde Mbiu dann wieder in Mainz gesichtet: Mit traurigem Blick saß er in der Nähe des Hilton-Hotels am Ufer und blickte auf den Rhein.

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