5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Wir stellen euch skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz ereigneten. Heute: der sechste Teil.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Geschmacklos-Kostüm, Krieg der Hurenbälle und ein nackter, der randaliert: Hier sind fünf kuriose Geschichten aus Mainz (zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5).

Geschmacklos-Kostüm

Kurios und geschmacklos: Beim Rosenmontagsumzug 2017 trug ein Mann ein Darth-Vader-ähnliches Kostüm und hielt dabei einen Stock mit aufgespießtem Puppenkopf in der Hand. Um seinen Hals hing ein Eisernes Kreuz. Zudem warf der Mann mit Rechts-Parolen und Beschimpfungen wie „Halt die Fresse“ um sich.

Verboten war das Kostüm aber nicht. Wie ein Polizeisprecher damals sagte, gebe es keine Regelung, die bestimmte Kostüme verbietet. Auch in dem konkreten Fall habe es keine Anzeige gegeben.

Horrorfilm statt Kinderserie

Die ZDF-Zuschauer, die am 29. Mai 2016 den „neugierigen Affen“ Coco sehen wollten, wurden böse überrascht. Gegen 6 Uhr morgens zeigte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) statt des niedlichen und furchtbar neugierigen Schimpansen ein ganz anderes Genre: Es lief der Horrorfilm „Halloween - Die Nacht des Grauen“, in dem ein Mörder in der Halloween-Nacht eine Gruppe Teenager in Angst und Schrecken versetzt.

Nach etwa einer halben Stunde nahm der Sender den Film wieder aus dem Programm. Das ZDF erklärte den Fehler folgendermaßen: Durch die Live-Übertragung und die Nachtwiederholung des damaligen Champions League-Finales zwischen Real Madrid und Atlético Madrid sei es zu einer größeren zeitlichen Programmverschiebung gekommen. „Durch einen Umsetzungsfehler der ZDF-Sendeleitung wurde der für 3:16 Uhr vorgesehene Film 'Halloween – Die Nacht des Grauens' versehentlich nicht aus dem Programm genommen, sondern später eingestartet.“

Krieg der Hurenbälle

Im Januar 2017 warben gleich zwei verschiedene Plakate für den „Hurenball“ – am selben Tag und zur selben Uhrzeit, allerdings an einem anderen Ort. Ein „Hurenball“ fand zum ersten Mal in der Halle 45 statt. Ein anderer im Imperial – allerdings durfte dieser bald nicht mehr so heißen. Doch damit war der Fall noch nicht vorbei.

„Sie haben einfach den Namen meiner Veranstaltung übernommen, das fand ich schon sehr dreist“, sagte der Veranstalter, der den „Hurenball“ an Altweiber schon elf Jahre lang organisiert hatte, davon sechs im Imperial und dann zum ersten Mal in der Halle 45. Als er sah, dass nun auch die alte Location für einen „Hurenball“ wirbt, erwirkte er eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht Koblenz entschied, dass der „Hurenball“ in der alten Location nun nicht mehr so heißen dürfe.

Und was machte der Veranstalter des „echten“ Hurenballs? Er überklebte daraufhin in der ganzen Stadt die Imperial-Plakate mit der einstweiligen Verfügung des Landgerichts. Der Ball, der nun nicht mehr Hurenball heißen durfte, fand dennoch statt – unter dem Namen „Weiberball“.

Mainzerin fällt auf Kundendienst herein

Der „Kundendienst“ ist eine Facebook-Seite, die satirisch auf User-Beschwerden antwortet und dabei so tut, als handele sie im Auftrag des jeweiligen Dienstleisters. Und auf diesen „Kundendienst“ fiel im Herbst 2015 eine Mainzerin herein. Silvi hatte sich via Facebook über den Fahrstil eines Busfahrers der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) – heute Mainzer Mobilität – beschwert. „Wie kann es sein, dass der Busfahrer bei derartigem Wetter fährt wie der erste Mensch?“ Sie habe fast einen Herzinfarkt bekommen.

Ihrer Beschwerde nahm sich daraufhin der „Kundendienst“ an. Die kuriose Antwort: „Guten Tag, na klar, Sie meinen Herr Lüdtke! Der war früher Rennfahrer und hält bis heute den internen Rekord im Busdriften! Holen Sie sich beim nächsten Mal besser ein Autogramm, der Mann ist Legende!“ Silvi fand die Antwort gar nicht lustig. „Busdriften??! der Typ ist über 2 rote Ampeln gefahren und wurde 4 mal angehupt und das ZURECHT! und sie feiern den auch noch was seid ihr denn für Leute?“.

Ob sich Silvi irgendwann wieder beruhigte und wie der echte „Kundendienst“ der Mainzer Verkehrsgesellschaft reagierte, ist nicht bekannt.

Nackter randaliert

Ein nackter Mann hielt im Juni 2017 die Mainzer Polizei in Atem: Am Morgen ging der 51-Jährige zunächst nackt im Rhein schwimmen, anschließend zerschlug er die Scheibe eines Restaurants und kletterte in das Anwesen.

Dort demolierte er die Inneneinrichtung. Er flüchtete anschließend in eine der Garagen, wo er, nur mit einem Handtuch bekleidet, von der Polizei gefunden wurde. Der Mann erlitt mehrere kleine Schnittverletzungen am gesamten Körper, ein freiwilliger Atem-Alkoholtest ergab einen Wert von 0,00 Promille. Es stellte sich heraus, dass der 51-Jährige seine Medikamente wegen psychischer Probleme nicht eingenommen hatte.

Logo