5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Ein penetrantes Piepen, eine Riesenschlange in der Rheinstraße und Traveller, die für Unmut sorgen - wir stellen Euch weitere skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz und Umgebung ereigneten.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Seit Merkurist im Jahr 2015 an den Start ging, haben wir immer wieder über lustige, kuriose und skurrile Vorfälle berichtet. In unserer Serie stellen wir Euch die besten Geschichten noch einmal vor. Heute: Teil 6.

Frau verliert ihr Auto in Mainz

„Ey Mann, wo is‘ mein Auto?“ – so lautet der Titel eines Films mit Ashton Kutcher aus dem Jahr 2000. Dieselbe Frage dürfte sich aber auch die Marburgerin Anja im Jahr 2015 gestellt haben. Die Frau war auf einer Tagung in Mainz und hatte ihr Auto im Stress in einer Seitenstraße abgestellt. Die Straße fand sie nicht wieder und musste schließlich mit dem Zug nach Marburg fahren. Auch die Polizei konnte den silbernen Wagen nicht ausfindig machen. Der Sender Antenne Mainz mobilisierte später seine Hörer in der Morning Show „Guten Morgen Mainz“.

Und tatsächlich meldete sich nach insgesamt fast einer Woche eine Hörerin beim Sender. Anjas Auto wurde unversehrt gefunden: in der Gärtnergasse. Ein Knöllchen gab es nicht – trotz einer Woche Parkens in der Innenstadt.

Riesenschlange in der Rheinstraße

Was ist nur in der Rheinstraße los? Diese Frage stellten sich viele Mainzer im Juni 2017. Dutzende Menschen warteten seit Stunden vor einem Tattoostudio, saßen teilweise auf mitgebrachten Campingstühlen oder auf Rollatoren. Rund fünf Monate später dasselbe Bild: Wieder eine Riesenschlange und wieder vor dem Tattoostudio „Tattoo & Piercing World“.

Die Antwort gab damals ein Mitarbeiter des Studios: „Unser bester Tätowierer vergibt heute für die nächsten sechs Monate Termine.“ Tätowierer Stefan Brand sei bei den Kunden so beliebt, dass Termine nicht mehr anders zu vergeben seien. „Wir machen das schon seit anderthalb Jahren so“, erklärte der Mitarbeiter. Doch mittlerweile gibt es die Schlange in der Rheinstraße nicht mehr. Der Grund:

15-Meter-Fontäne am Markt

Im Oktober 2017 erlebten die Mainzer ein besonderes Schauspiel – und das mitten am Markt. Direkt neben dem „SinnLeffers“ schoss eine 15 Meter hohe Wasserfontäne in die Luft. Ursache war laut den Stadtwerken, dass sich ein Standbetreiber ein Standrohr der Mainzer Netze ausgeliehen hatte. Als er es wieder entfernen wollte, vergaß er, das Wasser abzudrehen. Daraufhin schoss das Wasser heraus – das Ganz dauerte etwa eine halbe Stunde.

Piepen raubt Bewohnern den Schlaf

Ist es ein Kauz? Ein Vogel? Eine rostige Schaukel? Im Frühjahr 2017 raubte ein penetrantes Piepen dem Bewohnern des Münchfelds den Schlaf. „Ich höre die Geräusche auch bei geschlossenem Fenster“, klagte damals eine Bewohnerin, „Wie oft ich dem Vieh schon den Hals umdrehen wollte“ ein anderer.

Ein Sprecher des Nabu klärte die Sache schließlich auf: „Das sind junge Waldohreulen. Ihr Fiepen hat den unverwechselbaren Klang einer rostigen Schaukel.“ Warum die kleinen Vögel so laut fiepten, könnt Ihr hier nachlesen:

Irische Traveller sorgen für Unmut

Auf dem Platz dröhnt der Bass, Motoren heulen auf, Reifenquietschen, Menschen gröhlen. An der Ochsenwiese in Ginsheim-Gustavsburg, campten im Sommer 2016 rund 300 irische Traveller – und das ohne vorherige Genehmigung.

Die Traveller – irische Pilgerfahrer und eine katholische Minderheit – leben in Wohnwagen und fahren immer wieder gemeinsam durch Europa. Diesmal hat es sie in den Stadtteil Gustavsburg verschlagen, weil sie einen Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt in Wiesbaden besuchen wollten. Ein Jahr zuvor waren die Pilger an die Maaraue in Kostheim. Wie damals gab es auch im Sommer 2018 viel Protest unter den Einheimischen.

Im Jahr 2018 konnten Kostheim und Ginsheim-Gustavsburg schließlich verhindern, dass die Pilger erneut in der Gegend aufschlagen. Und dieses Jahr? Am 15. August ist wieder Mariä Himmelfahrt.

Hier, hier, hier, hier und hier haben wir Euch bereits kuriose Geschichten aus Mainz vorgestellt. (pk)

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