So sah Mainz in den 70ern aus

Kaum zu glauben: Die 70er-Jahre sind mittlerweile ein halbes Jahrhundert her. Seitdem hat sich Mainz stark verändert. In unserer Serie stellen wir euch die Unterschiede zwischen damals und heute vor. Heute: Teil 5.

So sah Mainz in den 70ern aus

Man fuhr VW Golf, trug Schlaghosen und Plateauschuhe und hörte Discomusik: Das und vieles mehr waren die 70er-Jahre. Doch wie sah Mainz in dieser Zeit aus? Wir geben euch einen Überblick. Im ersten, zweiten, dritten und vierten Teil unserer Serie haben wir euch bereits einige Veränderungen im Mainzer Stadtbild gezeigt. Im fünften Teil gibt es weitere Unterschiede.

Mainzer Wochenmarkt

Die Geschichte des Mainzer Wochenmarkts geht deutlich weiter zurück als in die 1970er-Jahre. Schon mit dem Bau des Mainzer Doms im Jahr 975 entwickelte sich der Markt zum Mainzer Hauptumschlagplatz für Waren aller Art. Genau 1000 Jahre später, im Jahr 1975, wurden die folgenden Fotos von Fotograf Gerd Eichmann aufgenommen. Es war auch das Jahr, in dem die Heunensäule auf der Mitte des Markts errichtet wurde. Links im ersten Bild ist noch eines der alten Nachkriegs-Markthäuser zu sehen, die ab 1979 bis 2008 nach altem Vorbild restauriert wurden.

Einen Hahn gab es damals schon auf dem Wochenmarkt:

Auch eine heftige politische Botschaft wurde 1975 auf dem Wochenmarkt plakatiert: „Keine KZ-Eier“, hieß es an einem Stand mit Freiland-Eiern. Auf dem Schild daneben stand: „Wer Eier und Fleisch von Käfighennen kauft, macht sich mitschuldig.“

Weitere Eindrücke vom Markt 1975:

Weinhaus Bluhm

Es ist eine der traditionsreichen Adressen in der Mainzer Altstadt: das „Weinhaus Bluhm“. Im Jahr 1965 eröffneten Bernd und Lotti Bluhm das Lokal in der Badergasse. Wie die Fotos von Gerd Eichmann aus dem Jahr 1975 zeigen, hat sich das Haus bis heute kaum verändert, drum herum standen damals aber noch viele marode Gebäude. Zwischen 1972 und 2013 wurde die Mainzer Altstadt nach und nach saniert.

Fast 40 Jahre lang führten die Bluhms das Weinhaus, ehe im Jahr 2003 Silvia und Roland Ladendorf übernahmen. Seit 2016 führen Murielle Stadelmann und ihr Vater Pierre das traditionsreiche Weinhaus in der Altstadt. So sieht das „Bluhm“ heute aus:

Panorama

Zum Schluss von Teil 5 noch ein Panoramabild aus dem Jahr 1975, aufgenommen von der Theodor-Heuss-Brücke.

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