Die ungewöhnlichsten Kneipen in Mainz

Einzigartiges Konzept, besonderes Ambiente oder kuriose Öffnungszeiten: In unserer Serie stellen wir Euch die ungewöhnlichsten Kneipen und Bars in Mainz vor. Heute: Teil 5.

Die ungewöhnlichsten Kneipen in Mainz

Ob urige Kneipe, Weinstube oder Hipsterladen: Wer abends etwas trinken gehen will, hat in Mainz die große Auswahl. In unserer Serie stellen wir Euch ungewöhnliche Kneipen und Bars im Mainzer Nachtleben vor. Ungewöhnlich wegen der Einrichtung, der Öffnungszeiten oder weil sie einfach ein originelles Konzept haben. Im ersten, zweiten, dritten und vierten Teil unserer Serie haben wir Euch bereits Kneipen und Bars vorgestellt, hier sind vier weitere Lokale.

Hafeneck

Hafen-Feeling in der Mainzer Neustadt: Christoph Kaster und seine Frau Susi betreiben die links orientierte Eckkneipe Hafeneck schon seit 1998. Für viele Gäste ist sie seitdem zum Wohnzimmer geworden. Im Hafeneck wird vor allem Bier gezapft, aber auch die Weinkarte ist umfangreich. Als spezielle Variante des Shots Mexikaner gibt es den Costa Ricaner. Besonders ist in der Kneipe auch das Essen: Zu moderaten Preisen werden zum Beispiel Bratkartoffel-Varianten, Schnitzel oder gefüllte Eierpfannkuchen angeboten. Mehrmals im Jahr gibt es Konzerte und Lesungen.

Zur Andau

„Die Kultschänke in Mainz“ - so bezeichnet sich die Kneipe „Zur Andau“ selbst. Und es ist nicht übertrieben. In diesem Jahr feierte das Lokal in der Gaustraße seinen 175.(!) Geburtstag, seit immerhin 31 Jahren trägt Kult-Chef Burkhard Geibel-Emden die Verantwortung. Wer sieht, wie voll die Kneipe zu nahezu jeder Zeit ist, der ahnt: So geht es wahrscheinlich auch noch die nächsten 175 Jahre weiter. Also alles perfekt? Nicht ganz. Im März machten Burkhard und Janine Geibel-Emden ihrem Ärger über das Marktfrühstück via Facebook Luft, das ihrer Meinung nach den Gastronomen in der Altstadt schadet: „Das Mainzer Marktfrühstück - weit entfernt von Mainzer Lebensart und Gemütlichkeit! Wir sagen NEIN dazu!“. Was genau hinter der Kritik steckt, könnt Ihr hier noch einmal nachlesen.

Schick und Schön

Als das „Schick und Schön“ 2002 am damaligen Südbahnhof eröffnete, brachte es ein bisschen Berlin-Feeling nach Mainz. Doch die erste „Kulturlounge“ in Mainz musste nach nur vier Jahren umziehen: Aus „Mainz Süd“ wurde „Römisches Theater“. Der Bahnhof in der Holzhofstraße bekam 2006 nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein neues Gebäude. Der Klinkerbau von 1884 wurde bis auf die denkmalgeschützte Fassade in Richtung Bahngleise abgerissen. Das „Schick und Schön“ wechselte ein Jahr nach dem Abriss ins ehemalige „Coupé 70“ in der Mainzer Neustadt. Auch hier wurde die „loungige Bar mit stylishem Trashambiente“ schnell zur festen Größe. Derzeit zwingt ein Wasserschaden das Lokal zu einer Pause (wir berichteten).

Bei Helga

Seit mehr als 40 Jahren betreibt Helga Nass die Gaststätte „Bei Helga“ in der Mombacher Straße. Gegenüber dem SWR sagte sie: „Am Anfang war es gar keine Gaststätte – es war eine Trinkhalle. Der frühere Pächter hat aufgehört und da sagte mein Vater: ‚Mach das doch noch ein halbes Jahr und dann übernimmst du mein Geschäft.‘ Mein Vater ist dann aber plötzlich gestorben. Ich habe weitergemacht und die Trinkhalle in eine Gaststätte verwandelt.“ Mit ihrer offenen und direkten Art ist Helga ein echtes Mainzer Original. Auch bei der Johannisnacht darf ihr Stand nicht fehlen. (nl)

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