5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Mainzerin fällt auf „Kundendienst“ herein, Mäusekopf in Fertigsalat und Krieg der Hurenbälle – wir stellen Euch weitere skurrile Geschichten vor, die sich in Mainz und Umgebung ereigneten.

5 kuriose Geschichten, die sich in Mainz ereigneten

Seit Merkurist im Jahr 2015 an den Start ging, haben wir immer wieder über lustige, kuriose und skurrile Vorfälle berichtet. In unserer Serie stellen wir Euch die besten Geschichten noch einmal vor. Heute: Teil 5.

Mainzerin fällt auf Kundendienst herein

Der „Kundendienst“ ist eine Facebook-Seite, die satirisch auf User-Beschwerden antwortet und dabei so tut, als handele sie im Auftrag des jeweiligen Dienstleisters. Und auf diesen „Kundendienst“ fiel im Herbst 2015 auch eine Mainzerin herein. Silvi hatte sich via Facebook über den Fahrstil eines Busfahrers der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) – heute Mainzer Mobilität – beschwert. „Wie kann es sein, dass der Busfahrer bei derartigem Wetter fährt wie der erste Mensch?“ Sie habe fast einen Herzinfarkt bekommen.

Ihrer Beschwerde nahm sich daraufhin der „Kundendienst“ an. Die kuriose Antwort: „Guten Tag, na klar, Sie meinen Herr Lüdtke! Der war früher Rennfahrer und hält bis heute den internen Rekord im Busdriften! Holen Sie sich beim nächsten Mal besser ein Autogramm, der Mann ist Legende!“ Silvi fand die Antwort gar nicht lustig. Wie sie reagierte, könnt Ihr hier nachlesen:

Maus läuft durch Verkaufstheke

Baguettes, Salate und Kaffees – das erwartet man eigentlich in einer Bahnhofsbäckerei. Im August 2017 machte ein Mainzer allerdings eine ganz andere Entdeckung: In der Verkaufstheke eines Mainzer Bahnhofsbäckers, direkt neben Gouda-Kochschinken-Baguettes, rannte eine Maus hin und her.

„Nach fünf Minuten habe ich den Verkäufer gefragt, ob er nicht etwas machen wolle“, sagte ein Leser gegenüber Merkurist. Der habe gesagt „Ich bin nicht Chef“ und keine weitere Reaktion gezeigt. Immer wieder sei die Maus unter und auf der Metallschiene, auf der sich die Baguettes befinden, hin- und hergelaufen. Er informierte das Ordnungsamt. Das Unternehmen zeigte sich einsichtig: „Wir setzen alles daran, das Problem unverzüglich zu beheben und alle erforderlichen Maßnahmen schnellstmöglich in die Wege zu leiten.“ Seitdem sind keine weiteren Mäusebesuche bekannt.

Und wieder eine Maus – doch dieses Mal nur der Kopf

Ähnliche Geschichte, noch größerer Ekelfaktor: Die Mainzerin Sarah fand im September 2015 in dem Fertigsalat eines Discounters etwas, das dort eigentlich nicht hineingehört: einen Mäusekopf.

Weil der Discounter nicht wirklich auf ihre Beschwerde einging, machte sie den Vorfall auf Facebook öffentlich. Ich habe bereits darauf gekaut und ihn schließlich ausgespuckt, da mir klar wurde, dass es sich um etwas handeln musste, was im Salat nichts zu suchen hat", schrieb sie in dem Post. Die wichtigste Frage beantwortete sie in dem Post gleich mit: „Wen es interessiert: Ein Mäusekopf schmeckt nussig.“

Nackter randaliert

Ein nackter Mann hielt im Juni 2017 die Mainzer Polizei in Atem: Am Morgen ging der 51-Jährige zunächst nackt im Rhein schwimmen, anschließend zerschlug er die Scheibe eines Restaurants und kletterte in das Anwesen.

Dort demolierte er die Inneneinrichtung. Er flüchtete anschließend in eine der Garagen, wo er, nur mit einem Handtuch bekleidet, von der Polizei gefunden wurde. Der Mann erlitt mehrere kleine Schnittverletzungen am gesamten Körper, ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,00 Promille. Es stellte sich heraus, dass der 51-Jährige seine Medikamente wegen psychischer Probleme nicht eingenommen hatte.

Krieg der Hurenbälle

Im Januar 2017 warben gleich zwei verschiedene Plakate für den „Hurenball“ – am selben Tag und zur selben Uhrzeit, allerdings an einem anderen Ort. Ein „Hurenball“ fand zum ersten Mal in der Halle 45 statt. Ein anderer im Imperial - allerdings durfte dieser bald nicht mehr so heißen. Doch damit war der Fall noch nicht vorbei.

„Sie haben einfach den Namen meiner Veranstaltung übernommen, das fand ich schon sehr dreist“, sagte der Veranstalter, der den „Hurenball“ an Altweiber schon elf Jahre organisiert hatte, davon sechs im Imperial und dann zum ersten Mal in der Halle 45. Als er sah, dass nun auch die alte Location für einen „Hurenball“ wirbt, erwirkte er eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht Koblenz entschied, dass der „Hurenball“ in der alten Location nun nicht mehr so heißen dürfe.

Und was machte der Veranstalter des „echten“ Hurenballs? Er überklebte daraufhin in der ganzen Stadt die Imperial-Plakate mit der einstweiligen Verfügung des Landgerichts. Der Ball, der nun nicht mehr Hurenball heißen durfte, fand dennoch statt – unter dem Namen „Weiberball“.

Hier, hier, hier und hier haben wir Euch bereits kuriose Geschichten aus Mainz vorgestellt.(df)

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