5 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Marilyn, Arena-Leuchten und Hahn Moritz: Hier sind fünf Dinge, die nur echte Mainzer kennen.

5 Dinge, die man nur kennt, wenn man aus Mainz kommt

Gutenberg ist weltbekannt, die Mainzer Fastnacht lockt an Rosenmontagen bis zu 500.000 Menschen in die Stadt. Doch es gibt auch Dinge, die nur echte Mainzer kennen. In Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 haben wir euch schon einige Mainz-Insider gezeigt, jetzt kommen fünf weitere hinzu.

Marilyn

Es war ein echter Blickfang in der Großen Langgasse: das Bild von Marilyn Monroe an der Fassade der Residenz-Passage. 1992 wurde das Graffiti an die Wand gesprüht, 26 Jahre später, im Jahr 2018, war es weg.

Damals begann der Abriss der alten Residenz-Passage. Das Graffiti, das Residenz-Kino, die „Filmriss“-Bar und weitere Läden verschwanden. Mittlerweile ist die neue Residenz-Passage fertig. Darin befinden sich jetzt eine Naturdrogerie und ein Geschäft für medizinische Versorgung für Frauen.

Arena-Leuchten

Ist es der Mond? Die Sonne? Ein Ufo? Als Ende 2011 der Himmel über Bretzenheim rot leuchtete, waren viele Mainzer irritiert. Normales Abendrot konnte es nicht sein, denn dafür war das Rot zu intensiv und zu sehr auf eine Stelle fixiert. Die Lösung war ganz einfach: Kurz zuvor wurden 400 LED-Lampen in die damalige Coface-Arena eingebaut. Seitdem strahlt das rote Mainzer Fußballstadion, heute Mewa Arena, nach Einbruch der Dunkelheit sein Licht nach außen. Ist der Himmel bewölkt, wird eine rote Wolke sichtbar, die vor allem in den äußeren Stadtteilen von Mainz oder auch auf dem Campus der JGU zu sehen ist.

Hahn Moritz

Schon seit mehr als 30 Jahren verkauft Werner Scholles auf dem Mainzer Wochenmarkt Eier. Und das meistens in Begleitung von Hahn Moritz. Der ist seitdem eine richtige Attraktion auf dem Wochenmarkt. Aktuell hat der Hahn aber Winterurlaub, wie Scholles zuletzt erzählte (wir berichteten). Das Tier bleibe aktuell auf seinem Hof in Mommenheim und streite dort mit den Hühnern und Katzen um das beste Futter. Außerdem schone er die Gesundheit seines Hahns. Wir Menschen würden schließlich auch frieren, wenn wir bei niedrigen Temperaturen ohne Bewegung lange draußen stünden. Das wolle er Moritz derzeit ersparen.

Früher hatte Scholles übrigens öfters auch eine seiner Hennen mit dabei, erzählte er einmal gegenüber Merkurist. „Allerdings gab es mit den weiblichen Federtieren immer mal wieder das Problem, dass sie zwischendurch ein Ei legen wollten und das taten sie dann vorzugsweise gerne mal in den Handtaschen meiner Kundinnen.“

Andau

Es ist eines der ältesten und beliebtesten Lokale in Mainz: die Altstadtkneipe „Zur Andau“. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1844 zurück. Was viele nicht wissen: Der Name der Kneipe hat ursprünglich gar nichts mit Gastronomie zu tun, sondern kam zustande, weil „es früher vor der ‘Andau’ ein Abwasserrohr gab, das das Abwasser der gesamten Gaustraße gesammelt hat“, erklärte „Andau“-Chef Burkhard Geibel-Emden in unserem Kneipen-Special gegenüber Merkurist. Im Mainzer Dialekt bedeutet „Andau“ Gully bzw. Abfluss. „Heute steht der Name im Sinne eines ‘geselligen Versumpfens’“, so Geibel-Emden.

„Die Elektrisch“

In Rest-Deutschland heißt sie „Straßenbahn“ oder „Tram“. Zwar sind diese Begriffe natürlich auch in Mainz bekannt, doch Einheimische nennen das Verkehrsmittel lieber „die Elektrisch“. In Hechtsheim ist das sogar auf einem Straßenschild verewigt: „zur Elektrisch“.

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