So sah Mainz früher aus

Von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert: Wir zeigen Euch, wie Mainz früher einmal aussah.

So sah Mainz früher aus

Über 2000 Jahre ist die Stadt Mainz schon alt - und gehört damit zu den ältesten Städten in Deutschland. Mehr als 2000 Jahre, in denen viel passiert und vieles auf Bildern festgehalten worden ist - die wir Euch nicht vorenthalten wollen.

Zum Beispiel dieses Bild von vor knapp 100 Jahren. Im Jahr 1921 sah es an der Rheinpromenade nahe der Theodor-Heuss-Brücke nämlich so aus:

Ein weiteres Bild vom Rhein, das den Winterhafen um das Jahr 1870 zeigt. Deutlich zu erkennen ist der Dom. Und auch die Form des heutigen Hafenbeckens lässt sich erahnen.

Wer 1948, drei Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, Spielzeug kaufen wollte, musste dies in einem Notpavillon tun. Hier hatte sich „Wirth - Der Kinderladen“ nach der Zerstörung des eigentlichen Verkaufsgebäudes niedergelassen. Das Bild entstand am 1. August 1948.

Jetzt geht es zurück ins Jahr 1840 - und zu einer markanten Stelle in der Altstadt. Der Neue Brunnen am Neubrunnenplatz wurde 1724 unter Baumeister Johannes Weydt errichtet. Er sorgte für die Wasserversorgung auf dem „Speisemarkt“, dem heutigen Neubrunnenplatz. Das Wasser wurde aus Bretzenheim durch Bleirohre in den Neuen Brunnen gepumpt. Diese Rohre waren die ersten Wasserleitungen seit der Römerzeit. Ansonsten war der Brunnen vor allem aber ein Teil der repräsentativen Platzanlage, geschmückt mit Reliefs von Franz Matthias Hiernle. Nachträglich wurden 1828 die Figuren von Josef Scholl angebracht.

Heute feiern die Mainzer Großveranstaltungen in der Rheingoldhalle. Der Vorgänger war die Stadthalle, die nach Plänen von Eduard Kreyßig errichtet worden war. Das Bild zeigt die Stadthalle im Jahr 1899.

Eine Stadtansicht von 1565 zeigt das „aurea Moguntia“, also das „goldene Mainz“. Erstellt hat sie der Buchdrucker Franz Behem, der gebürtig aus Meißen stammte, eine neue Heimat aber in Mainz fand.

Am 5. Juli 1931 wurde das Gustav-Stresemann-Denkmal am Fischtor-Platz eingeweiht, um dem 1929 verstorbenen Reichsaußenminister und Friedensnobelpreisträger zu gedenken. Bereits vier Jahre später rissen die Nationalsozialisten das Denkmal ab. Nach dem Krieg wurde die Gedenkstätte nicht wieder am Fischtor, sondern im Neuen Zeughaus errichtet. Dort hat heute auch die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ihren Sitz.

Weitere Bilder findet Ihr in Teil eins, zwei und drei. Habt Ihr noch Fotos von Mainz, zum Beispiel aus den 70er, 80er oder 90er Jahren? Postet sie unter diesen Artikel! (pk)

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