Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer sich wie in den USA oder Dänemark fühlen will, muss die Stadtgrenzen gar nicht verlassen. Im vierten Teil unserer Serie stellen wir euch weitere Orte in Mainz vor, die an Ausland erinnern.

Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer in Mainz wohnt, muss eigentlich gar nicht verreisen. Denn an vielen Stellen erinnert Mainz an Städte im Ausland. Das liegt zum einen an der wechselvollen Geschichte der Stadt, zum anderen daran, dass einige Bauwerke bewusst nachgebaut wurden. Wir stellen euch drei weitere Orte in Mainz vor, die sich ein bisschen wie Ausland anfühlen (zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3).

„Joker“-Treppe

Die Treppe in der Shakespeare Avenue im New Yorker Stadtteil Bronx war bis 2019 nicht wirklich über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit dem Film „Joker“ änderte sich das schlagartig. Auf den 131 Stufen tanzt Batmans Erzrivale (gespielt von Joaquin Phoenix), um seine Verwandlung zum Killer-Clown zu feiern. Seitdem waren die „Joker-Stairs“ ein Instagram-Hotspot, Anwohner waren genervt von den tanzenden Touris.

Auch eine Mainzer Treppe erinnert an die „Joker“-Stufen: Sie führt von der Gaustraße hoch in die Oberstadt. Und hier gab es in diesem Sommer sogar Außengastronomie.

Kleine Meerjungfrau

Sie ist das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen: die kleine Meejungfrau. Inspiration der Figur an der Uferpromenade war das gleichnamige Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Nachbildungen der Skulptur gibt es in den USA, Kanada und Rumänien. Doch auch Mainz hat seine kleine Meerjungfrau, wenn auch nicht 1:1 nachgebildet.

Der Mainzer Fischweiberbrunnen (oder Nixenbrunnen) befindet sich in der Gaustraße am Osteiner Hof, wurde von Elsa Montag geschaffen und 1943 von der Stadt Mainz gekauft. An ihrem heutigen Platz steht die Mainz-Meerjungfrau seit 1950.

Washington Monument

Obelisken gab es schon im alten Ägypten. Da galten die Pfeiler mit der pyramidenförmigen Spitze als Verbindung zwischen der menschlichen und der Götterwelt. Der bekannteste Obelisk der Neuzeit ist sicher das Washington Monument in Amerikas Hauptstadt. Er war zu seiner Zeit (ab 1884) mit 169 Metern Höhe sogar das höchste Bauwerk der Erde - vor dem Kölner Dom. 1889 wurde es allerdings vom Eiffelturm abgelöst.

Deutlich kleiner, aber ebenfalls imposant ist der Obelisk am Mainzer Neubrunnenplatz. Der Neue Brunnen wurde zwischen 1724 und 1726 von Johannes Weydt errichtet und ist damit deutlich älter als das Washington Monument. Der Mainzer Obelisk ist immerhin zwölf Meter hoch. Am Sockel befinden sich vier Skulpturen, die zwei Flussgötter und zwei Löwen darstellen. Das Becken und der Obelisk bestehen aus Rotsandstein. Zwei weitere Obelisken gibt es an der Theodor-Heuss-Brücke.

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