Merkurist Kneipen-Special: „Sixties“

In unserer Serie stellen wir euch die besten Gastronomien der Stadt vor. Im vierten Teil geht es um die Kultkneipe „Sixties“ in der Großen Langgasse.

Merkurist Kneipen-Special: „Sixties“

Ob Weinstube, Bierbar oder Traditionskneipe: Was wäre Mainz ohne seine Gastronomie? In unserer neuen Serie stellen wir dir die coolsten Lokale der Stadt vor. Wir wollen von den Betreibern wissen, was ihre Kneipen und Bars besonders macht. Wir haben euch bereits die Andau, Onkel Willi’s Pub und das Kleine Andechs vorgestellt. Im vierten Teil unserer Serie geht es um die Altstadtkneipe „Sixties“.

Diese Facts zum „Sixties“ solltest du kennen

  • Eröffnung: 1997

  • Betreiber: Roland und Dennis Bockius

  • Hier gibt es: Bier (100 verschiedene Sorten), Wein und Speisen (u.a. wechselndes Tagesessen)

  • Beliebtestes Getränk: Augustiner Bräu vom Fass

  • Besonderheiten: Es gibt ein großes Bier-Sortiment und „preiswertes Essen“ in der Kneipe. Innen sind ein Raucherraum, ein Tischkicker, eine Dartscheibe und neun Fernseher. Draußen befinden sich im Sommer zwei weitere Fernseher, auf denen Fußballspiele übertragen werden. Das „Sixties“ hat „extrem viele Stammgäste“ (Zitat Roland).

Das sagt Betreiber Roland Bockius

Der Name der Kneipe kam zustande, weil…
… ich ein Fan der 60er-Jahre-Musik bin – damit bin ich groß geworden. Zuhause habe ich eine riesige Sammlung an Platten und CDs aus dieser Zeit.

Zur Gastronomie bin ich gekommen durch…
… Zufall. Ich war früher Bankkaufmann bei der Landesbank und hatte dort einen Kollegen und guten Freund, der mich auf die Kneipe „Kinoklause“ aufmerksam gemacht hat. Er meinte, sie stehe zum Verkauf und sei eine Goldgrube – also haben wir sie zusammen übernommen und nebenher betrieben. Als mein Arbeitgeber, die Landesbank, das herausgefunden hat, hat sie uns vor die Wahl gestellt: entweder Bank oder Kneipe. In meinem jugendlichen Stolz habe ich mich für die „Kinoklause“ entschieden. Später wollte ich dann mein eigenes Ding im „Irish Style“ machen und habe das „Sixties“ gegründet. Die Möbel habe ich zum Beispiel extra aus England liefern lassen.

Wenn ich kein Gastronom wäre, dann…
… wäre ich immer noch Bankkaufmann.

Meine verrückteste Geschichte in der Kneipe war…
… dass ich unglaublich viele nette Menschen kennengelernt habe – Eric aus England zum Beispiel. Er arbeitet in der Tier-Präparation und ist einer der besten auf seinem Gebiet. Obwohl er schon in Rente sein könnte, arbeitet er immer noch und kommt zu einem Feierabend-Bier gerne ins „Sixties“. Seit der Eröffnung des „Sixties“ ist er fast täglich hier. In meiner alten Kneipe „Kinoklause“ habe ich auch eine schöne Geschichte erlebt: Der ehemalige Mainz 05-Trainer Jürgen Klopp hat hier seine Frau Ulla Sandrock kennengelernt. Sie war damals bei uns angestellt.

Am liebsten sind mir Gäste, die…
… sich benehmen können.

Wenn mir ein Gast auf die Nerven geht, dann…
… bekommt er Lokalverbot – aber nur, wenn es nicht mehr anders geht. Eigentlich haben wir starke Nerven und halten einiges aus.

In meine Kneipe sollte man gehen, wenn…
… man Bierliebhaber ist und neue Leute kennenlernen will.

Die Kneipe „Sixties Pub“ hat täglich von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Du findest sie in der Großen Langgasse 11 und auf Facebook. Nebenan in der Kleinen Langgasse 4 hat Roland Bockius außerdem den Craft-Beer-Straßenverkauf „Hopfenhöhle“.

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