Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

Manche Lokale kommen und gehen und man merkt es gar nicht. Bei diesen ist es anders: Wir stellen Euch frühere Kneipen und Bars vor, die im Mainzer Nachtleben fehlen. Heute: Teil 4.

Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

Die Kneipenlandschaft in Mainz verändert sich ständig – und das nicht immer zur Freude der Mainzer. Gerade im vergangenen Jahr kam es zu einem regelrechten Kneipensterben. L’Arcade, Lomo, Viva Moguntia – sie alle gibt es nicht mehr. In unserer Serie stellen wir Euch Kneipen und Bars vor, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schließen mussten – und die wir schmerzlich vermissen. Im ersten, zweiten und dritten Teil der Serie waren bereits mehrere Kneipen dabei, hier sind drei weitere Lokale, die im Mainzer Nachtleben fehlen:

Chilli Pepper

Es war sogar das Lieblingslokal von BVB-Boss Joachim Watzke (wir berichteten): das „Chilli Pepper Rock Café“. Doch Ende letzten Jahres machte das Kult-Lokal in der Rheinstraße nach 13 Jahren zu. In dieser Zeit sammelte Chef Andreas Kugel-Mayer Spendengelder in Höhe von 220.000 Euro für wohltätige Zwecke.

Das Aus verkündete Kugel-Mayer mit einem Facebook-Post: „Ein episches Kapitel neigt sich langsam dem Ende! Wir haben uns dazu entschlossen, das ‘Chilli Pepper Rock Cafe Mainz’ zum Ende des Jahres 2019 zu schließen. Wir danken allen für die letzten gemeinsamen 13 Jahre.“ Wie der 65-Jährige gegenüber Merkurist sagt, habe er das „Chilli Pepper“ aus Altersgründen aufgegeben.

Flehlappe

Fastnachter und Mainz-05-Fans gehörten zu den Stammkunden im Weinhaus Quintin „Flehlappe“ in der Kleinen Quintinsstraße. Wie die „Allgemeine Zeitung“ (AZ) berichtete, machte Chef Achim Mans Ende 2016 nach zehn Jahren zu. Als eine der wenigen Kneipen in Mainz richtete der Flehlappe eigene Fastnachtssitzungen aus. Wie die AZ weiter berichtet, hatte das Gasthaus sogar eine jahrhundertelange Tradition. Zunächst war offen, wie es mit der Kneipe weitergeht, doch einen regulären Gastro-Betrieb gibt es seit dem Aus nicht mehr. Im Oktober 2018 wurde bekanntgegeben, dass die ehemalige Kneipe in den Pflegebetrieb des benachbarten Altenheims integriert wird.

Schillerklause

Ein Schuttcontainer vor der Tür und Werbeplakate an der Wand: So sah es an der „Schillerklause“ am Schillerplatz im Frühsommer 2019 aus. Die Kneipe von Kultwirtin Ulli war vor allem an Fastnacht ein beliebter Treffpunkt. Doch Ende März kam das Aus für die Kneipe. Aus privaten Gründen habe Ulli die Kneipe geschlossen, sagte ihr Nachfolger gegenüber Merkurist. Auf die „Schillerklause“ folgte im Sommer die Bierbar „Oro Negro“, die aber in eine andere Richtung geht - „offener, moderner, familienfreundlicher“. (pk)

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