Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

Manche Lokale kommen und gehen und man merkt es gar nicht. Bei diesen ist es anders: Wir stellen Euch frühere Kneipen und Bars vor, die im Mainzer Nachtleben fehlen. Heute: Teil 3.

Diese Mainzer Lokale werden schmerzlich vermisst

Die Kneipenlandschaft in Mainz verändert sich ständig – und das nicht immer zur Freude der Mainzer. Gerade in diesem Jahr kam es zu einem regelrechten Kneipensterben. L’Arcade, Schillerklause, Viva Moguntia – sie alle gibt es nicht mehr. In unserer neuen Serie stellen wir Euch Kneipen und Bars vor, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schließen mussten – und die wir schmerzlich vermissen. Im ersten und zweiten Teil der Serie waren bereits jeweils vier Kneipen dabei, hier sind vier weitere Lokale, die im Mainzer Nachtleben fehlen:

Andaman

Mittlerweile ist es schon zweieinhalb Jahre her: Im Mai 2017 schloss die Cocktailbar „Andaman“ in der Neutorstraße. „Liebe Gäste und Freunde, nach nun mehr 16 Jahren Andaman Cocktailbar endet unsere Reise am 27.05.2017“, hieß es damals in einem Facebook-Post.

Die Entscheidung waren den Betreibern nicht leicht gefallen, viele Geschichten und Ereignisse seien mit der Bar verbunden, Gäste zu Freunden geworden. „An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Gäste und Stammgäste, die uns über die Jahre die Treue gehalten haben, danke Mainz!“, hieß es weiter.

Doch auch der Nachfolger der Andaman-Bar ist in Mainz gut angenommen worden: der Irish Pub „Nolan’s“.

Medina

Ebenfalls 16 Jahre lang gab es die Shisha-Bar „Medina Lounge“ in Mainz. Doch in diesem September war Schluss. „Nach 16 Jahren hat sich der Betreiber entschlossen, die Medina Lounge aufzugeben. Es war eine wirklich tolle Zeit“, erklärte das Medina-Team gegenüber Merkurist.

In früheren Zeiten sei die Medina-Lounge ein Magnet für alle Nachtschwärmer gewesen. „Man stand Schlange vor der Tür, um rein zu kommen.“ Das habe sich aber in den vergangenen Jahren geändert. 2006 musste das Schick und Schön wegen des Umbaus am damaligen Südbahnhof umziehen. In den letzten Jahren schlossen noch die Panama Bar und der Star Club. Auch das Kulturzentrum (KUZ) hatte wegen Sanierungsarbeiten drei Jahre lang geschlossen. „Das alles hat den Standort nicht mehr besonders attraktiv gemacht.“

Lomo

Diese Nachricht löste in diesem Jahr besonders viel Trauer bei Mainzer Kneipenfans aus: Das Lomo am Ballplatz schloss nach 17 Jahren. Am 31. Juli öffnete die „Lounge Moguntia“, so der volle Name, zum letzten Mal. Gemeinsam habe man sich dazu entschlossen, den Mietvertrag für das Gebäude am Ballplatz nicht zu verlängern, sagten die Betreiber, die Ivecen-Brüder, damals gegenüber Merkurist.

Das Lomo war Buchbar, Lounge und Restaurant in einem, manchmal wurde auch getanzt, zum Beispiel an Fastnacht. Die Ivecen-Brüder haben mittlerweile zwei neue Projekte: den Biergarten F. Minthe und das kürzlich eröffnete Lehmanns.

Was aus den Räumen am Ballplatz wird, ist immer noch nicht bekannt.

DejaVu

Am 28. September öffnete Markus Schuler seine mehrfach ausgezeichnete Cocktailbar „DejaVu“ zum letzten Mal. Der Grund: Probleme mit den Hauseigentümern (wir berichteten). Zwölf Jahre lang wurden in der Dagobertstraße Cocktails getrunken und Fastnachtspartys gefeiert.

Doch Schuler hat längst neue Pläne: 2020 will er in der Neutorstraße die „Rheinhattan Bar“ eröffnen - und damit das „DejaVu“ noch einmal toppen. „Cocktails machen ist eine Handwerkskunst, das müssen die Gäste merken“, sagt er. „Die Leute sollen reinkommen und einen Wow-Effekt haben.“ (pk)

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