Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer sich wie in Belgien oder Monaco fühlen will, muss die Stadtgrenzen gar nicht verlassen. Im zweiten Teil unserer Serie stellen wir euch weitere Orte in Mainz vor, die an Ausland erinnern.

Orte in Mainz, die sich wie Ausland anfühlen

Wer in Mainz wohnt, muss eigentlich gar nicht verreisen. Denn an vielen Stellen erinnert Mainz an Städte im Ausland. Das liegt zum einen an der wechselvollen Geschichte der Stadt, zum anderen daran, dass einige Bauwerke bewusst nachgebaut wurden. Wir stellen euch drei weitere Orte in Mainz vor, die sich ein bisschen wie Ausland anfühlen (zu Teil 1).

Markthäuser wie in Belgien

Die Markthäuser gegenüber vom Mainzer Dom erinnern an eine andere europäische Stadt: Brügge. Sowohl in Mainz als auch in der belgischen Stadt stehen dicht aneinandergereiht bunte Markthäuser an einem zentralen Platz. In Brügge am Groten Markt, in Mainz am Markt.

So bunt sah es in Mainz allerdings lange Zeit nicht aus. Denn im Zweiten Weltkrieg waren die historischen Markthäuser zerstört und danach durch eher trostlose Bauten ersetzt worden. Anfang der 90er-Jahre rekonstruierte man die Nordseite des Marktes. War das Großprojekt zu Beginn noch umstritten, werden die Markthäuser mittlerweile von den Mainzern akzeptiert. Auch für Touristen sind sie ein beliebtes Fotomotiv.

Monaco am Winterhafen

Am Winterhafen in der Mainzer Altstadt entstanden in mehreren Bauabschnitten bis 2014 zwölf schicke Häuser. Zusammen mit der Bootsanlegestelle erinnern sie ein bisschen an das Fürstentum Monaco – auch wenn die Dimensionen natürlich ganz andere sind, wie der Bildvergleich zeigt.

Fun Fact: Mit 2,14 Quadratkilometern ist allein die Mainzer Altstadt etwas größer als der Zwergenstaat Monaco (2,02 Quadratkilometer).

Dänisches Rathaus

Arne Jacobsen (1902-1971) gilt als einer der bedeutendsten Architekten Dänemarks. Dass sich die Geschmäcker mit den Jahrzehnten aber ändern, sieht man am Mainzer Rathaus. Jacobsen entwarf das Gebäude von 1968 bis 1970, in den folgenden Jahren wurde es erbaut. Für viele Betrachter sieht es heute eher aus wie ein Gefängnis und weniger wie ein Repräsentationsbau einer Landeshauptstadt. Ein einmaliger Ausreißer von Jacobsen war es aber nicht, wie etwa die Dänische Nationalbank in Kopenhagen zeigt.

Zwei Gebäude, ein Stil. In beiden Fällen besteht die Fassade aus grauen Marmorplatten und schwarzen Elementen, ohne Schnörkel und Verzierungen. Die Experten sprechen hier von Funktionalismus.

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